Überwachungsbericht

AKW in Baden-Württemberg halten Strahlengrenzwerte ein

Atomkraftwerke in Baden-Württemberg haben im Jahr 2006 nicht mehr Strahlung abgegeben als erlaubt, es sei zu keiner unzulässigen Belastung der Bevölkerung gekommen, wie aus der jüngsten Veröffentlichung der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg hervorgeht.

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Karlsruhe (red) - In einigen Fällen konnten mit den Messverfahren künstlich erzeugte Radionuklide nachgewiesen werden, diese Spuren stammen allerdings noch aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl sowie von früheren oberirdischen Kernwaffenversuchen, so die LUBW. Die festgestellten Befunde künstlicher Radioaktivitätskonzentrationen in den Umweltproben belegen nach Angaben der Anstalt, dass es bei den überwachten kerntechnischen Anlagen keine Ableitungen in ungenehmigter Höhe gegeben hat. Eine unzulässige Strahlenbelastung der Bevölkerung in Baden-Württemberg durch den Betrieb der überwachten Anlagen könne daher mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

Die LUBW führt in der Umgebung kerntechnischer Anlagen jährlich etwa 200 Ortsdosismessungen durch un nimmt über 900 Proben, an denen etwa 1200 unterschiedliche Radioaktivitätsbestimmungen vorgenommen werden. Untersucht werden Wasser-, Luft- und Bodenproben sowie pflanzliche und tierische Nahrungsmittel auf ihren Radioaktivitätsgehalt. Überwacht werden die Gebiete bei den baden-württembergischen Kernkraftwerken Obrigheim, Neckarwestheim und Philippsburg, bei den Forschungseinrichtungen Karlsruhe und Heidelberg sowie auf der deutschen Seite der grenznahen ausländischen Anlagen des Elsass und der nördlichen Schweiz.