Neue Defekte

AKW Brunsbüttel: Auffälligkeiten am Schnellabschaltsystem

Bei Untersuchungen sind neue Defekte im derzeit stillstehenden Atomkraftwerk Brunsbüttel festgestellt worden. Wie Betreiber Vattenfall Europe am Montag mitteilte, sind an Membranen der Pneumatikventile des Schnellabschaltsystems drei Befunde entdeckt worden. Die betroffenen Membranen wurden ausgetauscht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Geesthacht (ddp-nrd/sm) - Die Entdeckungen wurden dem Kieler Sozialminister als Reaktoraufsichtsbehörde als meldepflichtiges Ereignis der Kategorie N "Normal" mitgeteilt.

Nach Vattenfall-Angaben handelt es sich auch bei den am Freitag bekanntgewordenen Rissen an Absaugeleitungen von Armaturen innerhalb und außerhalb des Sicherheitsbehälters des AKW Krümmel um ein meldepflichtiges Ereignis der Kategorie "N". Bislang sind 14 Risse entdeckt worden. Weitere Absaugeleitungen sollen geprüft werden. Betroffene Leitungsstücke sollen ausgetauscht werden.

Insgesamt wurde nach Vattenfall-Angaben während der Revision bisher etwa die Hälfte der geplanten Arbeiten erledigt. Der Atommeiler steht seit dem Brand des Transformators am 28. Juni still. Nach Vattenfall-Angaben wird das AKW nicht vor Mitte September wieder ans Netz gehen.