Runtergefahren

AKW Brokdorf geht nach Zwischenfall vom Netz (Upd.)

Das Kernkraftwerk Brokdorf ist am Sonntag unplanmäßig vom Netz gegangen. Durch die Auslösung von Schutzschaltern sei es zu einer automatischen Abschaltung gekommen, teilte das Justizministerium in Kiel mit. Die Störung betreffe nur den nicht nuklearen Teil der Anlage.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Kiel (dapd-nrd/red) - Über die Transformatoren wird die elektrische Leistung des Kraftwerks Brokdorf in die Überlandnetze eingespeist.

Atomaufsicht informiert

Die Anlage wurde heruntergefahren und die Atomaufsicht informiert. Unabhängige Sachverständige sollten noch am Sonntagabend Ölproben sowie Gasproben aus den Transformatoren entnehmen und diese auswerten. Das Kernkraftwerk war erst Mitte Juli nach einmonatigen Wartungsarbeiten wieder ans Netz gegangen.

Das schleswig-holsteinische Kernkraftwerk Brokdorf sollte nach der Störung vom Wochenende zunächst abgeschaltet bleiben. Die Anlage werde erst wieder angefahren, wenn die Störung beseitigt worden sei, sagte Petra Uhlmann, Sprecherin von E.ON-Kernkraft in Hannover, noch am Montag auf dapd-Anfrage. Sie betonte, das Problem habe ausschließlich den konventionellen - also nicht den nuklearen - Teil des Kraftwerks betroffen.