Atom-Rückbau

AKW-Betreiber verweigern Mitfinanzierung

Wer soll die Kosten für den Atom-Rückbau tragen? Eigentlich ist gesetzlich festgelegt, dass diejenigen, die den Atommüll produzieren, dessen Entsorgung auch mitfinanzieren müssen. Die vier großen AKW-Betreiber in Deutschland haben laut dem Bundesamt für Strahlenschutz Widerspruch gegen die Kostenbeteiligung bei zwei Projekten eingelegt.

Atommüll Lagerung© Markus Schieder / Fotolia.com

Hannover (dpa/red) - Die vier großen AKW-Betreiber RWE, Eon, EnBW und Vattenfall haben Widerspruch gegen ihre Kostenbeteiligungen an den Atom-Endlagerprojekten Gorleben und Schacht Konrad eingelegt. "Uns liegen Widersprüche für 2013 und 2014 vor", sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Strahlenschutz der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. Begründungen für die Zahlungsverweigerung seien darin aber nicht genannt. Zunächst hatte die Berliner "tageszeitung" (Samstag) darüber berichtet. Demzufolge wehren sich die Unternehmen gegen die Zahlung von rund 230 Millionen Euro.

Gorleben und Schacht Konrad

Laut Atomgesetz müssen alle Kosten, die für die Endlagerung von Atommüll entstehen, anteilig von den jeweiligen Produzenten dieses Mülls getragen werden. Für die Betreiber der Atomkraftwerke geht es dabei um das ehemalige Erzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter, das derzeit zum Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ausgebaut wird, und um den Salzstock Gorleben, der bisher als mögliches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll erkundet wurde.

Quelle: DPA