Vorwurf

AKW-Betreiber verdienen offenbar am eigenen Müll

Umweltschützer haben Verflechtungen zwischen den Betreibern von Atomkraftwerken und der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) im Atommüllgeschäft angeprangert. Demnach verdienen die AKW-Betreiber an der Lagerung des eigenen Mülls kräftig mit.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Gorleben (dapd/red) - Die DBE baue im Auftrag des Bundes den Salzstock Gorleben und die frühere Eisenerzgrube Schacht Konrad zu Endlagern aus und führe auch den Betrieb im Endlager Morsleben, erklärte am Dienstag die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Juristen sollen die Angelegenheit prüfen

Weil das Unternehmen aber zu 75 Prozent der Gesellschaft für Nuklearservice gehöre, die wiederum eine Tochter der Betreiber von Kernkraftwerken sei, verdienten diese an der Lagerung des eigenen Mülls mit. Dabei müssten laut Gesetz die Energiekonzerne E.on, RWE, Vattenfall und EnBW zumindest für den Ausbau des Schacht Konrad und Gorleben zahlen. Die BI habe Juristen eingeschaltet, um die Rechtmäßigkeit des bisherigen Verfahrens zu prüfen, sagte ein Sprecher.