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VorwurfUmweltschützer haben Verflechtungen zwischen den Betreibern von Atomkraftwerken und der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) im Atommüllgeschäft angeprangert. Demnach verdienen die AKW-Betreiber an der Lagerung des eigenen Mülls kräftig mit.
Fragwürdiger Hinzuverdienst der AKW-Betreiber
Gorleben (dapd/red) - Die DBE baue im Auftrag des Bundes den Salzstock Gorleben und die frühere Eisenerzgrube Schacht Konrad zu Endlagern aus und führe auch den Betrieb im Endlager Morsleben, erklärte am Dienstag die Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
Weil das Unternehmen aber zu 75 Prozent der Gesellschaft für Nuklearservice gehöre, die wiederum eine Tochter der Betreiber von Kernkraftwerken sei, verdienten diese an der Lagerung des eigenen Mülls mit. Dabei müssten laut Gesetz die Energiekonzerne E.on, RWE, Vattenfall und EnBW zumindest für den Ausbau des Schacht Konrad und Gorleben zahlen. Die BI habe Juristen eingeschaltet, um die Rechtmäßigkeit des bisherigen Verfahrens zu prüfen, sagte ein Sprecher.
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Der Wechsel vom scheidenden Bundesumweltminister Norbert Röttgen zu seinem Nachfolger Peter Altmaier verzögert die Verhandlungen über die Endlagersuche. Da noch vor der Sommerpause ein Gesetz zur Standortsuche auf den Weg gebracht werden soll, kommt der Amtswechsel zur Unzeit.
Im Streit über den Verbleib des Atommülls im Forschungszentrum Jülich (FZJ) will der Aufsichtsrat des FZJ den Bau eines Zwischenlagers in unmittelbarer Nähe prüfen lassen. Die derzeitige Lagerungsgenehmigung für Jülich läuft Ende Juni kommenden Jahres aus. Würde die Genehmigung verlängert, könnten die Atommüll-Behälter bis 2016 in Jülich bleiben.
Der Abriss alter Atomkraftwerke und die Endlagerung von Strahlenmüll könnte einer Studie von Greenpeace zufolge die Steuerzahler ab 2022 teuer zu stehen kommen. Dann endet die entsprechende Vereinbarung, wonach alle vier Energiekonzerne beim Rückbau für ihre jeweiligen Kernkraft-Tochterfirmen einstehen müssen.
Die Bundesregierung will die Erkundung des Salzstocks in Gorleben als mögliches atomares Endlager noch in diesem Jahr einstellen. Eine Sprecherin von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung".
Die Atomenergiebranche warnt wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung des Atommüllendlagers Schacht Konrad vor Behinderungen beim Abriss stillgelegter Kernkraftwerke. Beim zuständigen Bundesamt nannte ein Sprecher die Äußerung "nicht nachvollziehbar". Es gebe überhaupt keinen direkten Zusammenhang.Strompreise vergleichen
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