Aufruf

Aktionsbündnis "Zukunft statt (Braun)Kohle" wird gegründet

Der Widerstand gegen den geplanten Braunkohlenabbau in der Egelner Mulde und bei Lützen wächst. Für Samstag haben Bürgerinitiativen, Umweltschützer und Grüne zum Aktionstag gegen die Braunkohlevorhaben in Sachsen-Anhalt aufgerufen und ein gemeinsames Auftreten beschlossen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Schneidlingen (ddp-lsa/sm) - In Schneidlingen im Landkreis Aschersleben-Staßfurt solle das Aktionsbündnis "Zukunft statt (Braun)Kohle" gegründet werden, kündigten die Grünen am Mittwoch an.

Grünen-Landeschefin Undine Kurth rief alle Bürger auf, "ihren Widerstand gegen neue Braunkohletagebaue und klimaschädliche Kohlekraftwerke kundzutun und zum Aktionstag zu kommen". Braunkohle sei der klimafeindlichste aller fossilen Energieträger. "Es ist geradezu absurd, dafür Lebensraum und wertvollsten Boden zu opfern", sagte Kurth.

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft Mibrag, Theißen, hat bei Lützen bereits die ersten Probebohrungen abgeschlossen. Auch in der Egelner Mulde plant die Mibrag einen neuen Tagebau. Dort sollen ab August südwestlich von Egeln die ersten 80 Probebohrungen erfolgen. Allerdings trifft das Unternehmen dort vor allem auf den Widerstand von Landwirten, die den Verlust von wertvollen Böden befürchten.