"Atomausstieg selber machen"

Aktionsbündnis rät zum Wechsel zu Ökostrom

Viele Stromversorger erhöhen Anfang Juli ihre Preise, der Preis für Ökostrom bleibe jedoch stabil. Oft ist Strom aus Erneuerbaren Energien dann nicht mehr teurer, so das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen", das Verbrauchern nun zum Wechsel zu klimafreundlich erzeugtem Strom rät.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Umweltorganisationen, Verbraucherschutzverbände und Anti-Atomkraftinitiativen haben Verbraucher gemeinsam aufgefordert, zum 1. Juli den Stromversorger zu wechseln. Die im Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" zusammengeschlossenen Organisationen reagierten damit auf die Ankündigung von etwa 100 traditionellen Stromversorgern, die Preise zur Jahresmitte zu erhöhen.

"Zeigen Sie den Konzernen und ihren Tochterunternehmen, die jetzt zum wiederholten Mal ohne plausible Begründung die Strompreise erhöhen, die rote Karte und wechseln Sie zum Ökostrom", heißt es in einer Erklärung des Aktionsbündnisses. "Helfen Sie mit, Atomstrom zu einer immer schwerer verkäuflichen Ware zu machen und fördern sie zukunftsfähige Elektrizität aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse", so das Bündnis weiter.

Die Teilnehmerverbände von "Atomausstieg selber machen" empfehlen den Wechsel zu den vier überregional tätigen und nicht mit den Atomkonzernen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW verflochtenen Ökostromanbieter Naturstrom, Greenpeace energy, EWS Schönau und Lichtblick. Da die Ökostromer im Gegensatz zur Konkurrenz keine Preiserhöhungen planen, steige ihre Attraktivität - auch unter finanziellen Gesichtspunkten. Bereits jetzt sei Ökostrom in vielen Regionen zum gleichen Preis oder sogar günstiger als herkömmlicher Strom zu haben, so das Aktionsbündnis.

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