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Aktionsbündnis gegen Atomkraft erhält weiter Zulauf

Die Initiative "Atomausstieg selber machen!" ist einen Monat nach ihrem Start eigenen Angaben zufolge das größte Anti-Atomkraft-Bündnis seit dem Atomunfall von Tschernobyl vor mehr als zwanzig Jahren. Inzwischen haben sich fünf weitere Umweltorganisationen dem Aktionsbündinis angeschlossen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) koordinierte Bündnis wurde am 28 September von neun Organisationen gegründet: neben der DUH, waren dies der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Naturschutzbund (NABU), Greenpeace, IPPNW, Bund der Energieverbraucher, Deutscher Naturschutzring (DNR), ROBIN WOOD und x-tausendmal quer. Anlass war der RWE-Antrag auf Laufzeitverlängerung für den ältesten noch in Betrieb befindlichen deutschen Meiler Biblis A.

In den vergangenen vier Wochen sind dem Aktionsbündnis fünf weitere Organisationen - der WWF, die GRÜNE LIGA, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), urgewald und das Forum Umwelt und Entwicklung - beigetreten.

Der Zusammenschluss ruft Stromverbraucher in privaten Haushalten, Gewerbe, öffentlichen Liegenschaften, Kirchen und Unternehmen auf, ihre Vertragsbeziehungen zu den Atomstrom-Produzenten RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW und deren Tochterunternehmen zu beenden und stattdessen zu Ökostromern zu wechseln, die ausschließlich Elektrizität aus effizienter Erzeugung (zum Beispiel in Kraft-Wärme-Kopplung) und Erneuerbaren Energien anbieten.

Den Angaben zufolge haben zehntausende Interessierte die Homepage des Aktionsbündnisses angeklickt. Alle vier von der Initiative vorrangig empfohlenen Ökostromer - Greenpeace energy, Elektrizitätswerke Schönau, Naturstrom und Lichtblick - verzeichnen deutlich überdurchschnittliche Zahlen bei den Neuverträgen und eine außergewöhnlich starke Frequentierung ihrer Internetauftritte, so die Initiative.

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