AKTIF-Energiedaten-Management mit Wetterdaten-Integration

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Das neue Prognosemodul für das Energiedaten-Management-System AKTIF dataService sagt den künftigen Energieverbrauch nicht nur auf der Basis von Vergangenheitswerten voraus. In die Prognose fließen auch die Daten aus der Wettervorhersage ein. Das System des EDM-Spezialisten AKTIF Technology GmbH, Senftenberg, ist damit in der Lage, den künftigen Energieverbrauch sehr genau vorherzusagen. Mit dem neuen Prognosemodul liefert der AKTIF dataService die Basis für einen tatsächlich verbrauchsbezogenen Einkauf von Energie und sorgt so für Kosteneinsparungen durch weniger Abweichungen vom Fahrplan. Das Prognosemodul ist auch einfach an die Anforderungen von Industriekunden anpassbar. So können beispielsweise Daten aus der Produktionsplanung bei der Prognose berücksichtigt werden - und damit für die Anmeldung von Fahrplänen beim jeweiligen Energieversorger. Um die Prognosetechniken in Bezug auf die Wetterdaten weiter verfeinern zu können, beteiligt sich AKTIF Technology jetzt an einem Forschungsprojekt des "Instituts für Solare Energieversorgungstechnik e.V.", Kassel, in dem gemeinsam mit E.ON und dem Deutschen Wetterdienst neue Rechenmodelle für Prognosen entwickelt werden.


Bei der Prognose für den Energieverbrauch benutzt AKTIF Technology zwei Verfahren, die auch kombiniert verwendet werden können. Das ist zum einen die Vergleichstags-Prognose, bei der aufgrund von Erfahrungswerten vergleichbare Zeiträume aus der Vergangenheit für die Vorhersage herangezogen werden. Zum anderen können die Wetterdaten für Lufttemperatur, Wind und allgemeine Wetterlage aus den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes automatisch übernommen werden. Diese Daten werden in der Regel in Drei-Stunden-Rastern geliefert, sowohl die aktuellen Wetterwerte als auch die Vorhersagedaten. Hier stehen Kürzestfristvorhersagen für die nächsten zwölf Stunden, Kurzfristvorhersagen von zwölf bis 72 Stunden und Mittelfristvorhersagen von drei bis sieben Tagen zur Verfügung. Bei den Vorhersagen bis 72-Stunden stehen die Werte auch in Ein-Stundenreihen zur Verfügung. Die Wetterdaten lassen sich sehr stark regionalisieren, bis zu einem Raster von sieben mal sieben Kilometern. Verarbeitet werden die Wetterdaten für die Prognose mit einem Regressionsmodell, bei der Abhängigkeiten zwischen Wetterdaten und Verbrauchswerten auf Basis der im System enthaltenen Vergangenheitsdaten berücksichtigt werden können. Im AKTIF dataService werden die Vorhersagen aber nicht nur für die Verbrauchsprognose herangezogen, sie können auch wie ganz normale Zeitreihen verarbeitet und dargestellt werden. Für Industriekunden bietet AKTIF Technology die Möglichkeit, das EDM-System AKTIF dataService auf die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen, beispielsweise durch die Verarbeitung von Daten aus der Produktionsplanung.