Preispolitik

Aigner warnt Konzerne vor Strompreiserhöhungen

Nach dem von der Bundesregierung verhängten Moratorium für ältere Kernkraftwerke hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) die Stromkonzerne vor einer unangemessenen Preispolitik gewarnt. Die Konzerne seien in einer Bringschuld, ihre Preise nachvollziehbar zu gestalten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (afp/red) - "Die Energieversorger dürfen die vorübergehende Abschaltung älterer Kernkraftwerke in Deutschland nicht zum Vorwand nehmen, jetzt gleich wieder die nächste Preiserhöhung einzuleiten", sagte sie der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Mittwoch. "Wir benötigen noch mehr Transparenz und Wettbewerb auf dem Strommarkt", fügte die Ministerin hinzu.

Für die Verbraucher müsse nachvollziehbar sein, warum die Strompreise erhöht würden und ob dies gerechtfertigt sei. "Die Unternehmen haben hier eine Bringschuld", sagte Aigner der Zeitung. Sie räumte ein, dass die Entwicklung neuer Technologien und der Ausbau der Stromnetze Investitionen erfordere, was sich auch in den Stromkosten niederschlagen könne.

"Wir wissen aber auch, dass die tatsächlichen Energiekosten nicht allein verantwortlich sind für die Höhe der Strompreise", sagte die CSU-Politikerin. Die Verbraucher könnten sich gegen ungerechtfertigte Preiserhöhungen wehren und den Anbieter wechseln. Unser Tipp: Mit einem Stromtarifvergleich und einem Anbieterwechsel können Sie Ihre Energiekosten einfach senken!