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Agora Energiewende: Stromexport erreicht Rekordwert

Die Strompreise an der Börse sind stark gesunken und Deutschland konnte den Export von Energie auf einen neuen Rekordwert bringen. So lautet ein vorläufiges Ergebnis der Agora Energiewende. Demnach wurden acht Prozent des Stroms, der von Januar bis Juni erzeugt wurde, ins Ausland verkauft.

Ökostromtarife© vencav / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Sinkende Strompreise haben im ersten Halbjahr 2015 im Ausland die Nachfrage nach Strom aus Deutschland angetrieben. Unterm Strich lieferte Deutschland den Rekordwert von 25 Terawattstunden ins Ausland, nach 19 Terawattstunden im Vorjahreszeitraum, wie eine vorläufige Auswertung des Berliner Denk- und Politiklabors Agora Energiewende ergab. Das entspreche acht Prozent des in Deutschland von Januar bis Juni erzeugten Stroms.

Strom aus Deutschland war am günstigsten

Hauptgrund für die höhere Nachfrage seien erneut gesunkene Preise an der Strombörse, die im europäischen Vergleich zu den niedrigsten gehörten. Grund sei das deutlich größere Angebot von Strom aus erneuerbaren Energien - ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch sei auf den neuen Rekordwert von 31,4 Prozent gewachsen.

"Vor allem die älteren Steinkohlekraftwerke geraten durch die stark gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zunehmend unter Druck und müssen ihre Produktion immer öfter drosseln. Sie suchen ihr Heil aber auch im verstärkten Export", sagte Agora-Direktor Patrick Graichen.

Quelle: DPA