Knüppeldick

Affäre weitet sich aus: Arentz als Chef der CDU-Sozialausschüsse zurückgetreten

Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Hermann-Josef Arentz ist mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Chef der CDU-Sozialausschüsse (CDA) zurückgetreten. Auch für die Liste der Landtagswahl 2005 kandidiert er wohl nicht mehr. Arentz war wegen einer Beschäftigung bei RWE in die Kritik geraten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Nachdem der nordrhein-westfälische CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers gestern ankündigte, der Reserveliste für die Landtagswahl 2005 zu überarbeiten und dem Chef der CDU-Sozialausschüsse (CDA), Hermann-Josef Arentz, möglicherweise einen schlechteren Platz zuzuweisen, ist dieser heute Morgen als CDA-Chef zurückgetreten.

Rüttgers sagte laut einem Sprecher am Rande des CDU-Bundesparteitages in Düsseldorf, er glaube, dass es bei der erneuten Diskussion über die Reserveliste zu Korrekturen komme. Die Reaktion der Delegierten auf dem Bundesparteitag, die Arentz nicht mehr ins CDU-Präsidium gewählt hatten, sei mehr als eindeutig gewesen.

Arentz, der wegen einer Beschäftigung beim Stromkonzern RWE heftig in die Kritik geraten war und daraus auch die Konsequenzen gezogen hatte, ist indes mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Chef der CDU-Sozialausschüsse (CDA) zurückgetreten, teilte ein Sprecher der Landes-CDU heute in Düsseldorf mit. Zudem werde Arentz nicht mehr für die Liste für die Landtagswahl im Mai 2005 kandidieren, hieß es am Rande einer Sitzung des geschäftsführenden CDU-Fraktionsvorstandes weiter. Nach Angaben des Sprechers soll Arentz seine Arbeit im Düsseldorfer Parlament bis zur Landtagswahl fortsetzen.