Forderung

ADAC sieht Tricksereien der Konzerne bei Superbenzin

Die Tricksereien der Mineralölkonzerne bei der Einführung des neuen Kraftstoffs Super E 10 sind nach Ansicht des ADAC nicht hinnehmbar; die Autofahrer würden "über Gebühr abkassiert". Aus diesem Grund hat ADAC Präsident Peter Meyer Bundesumweltminister Norbert Röttgen um Unterstützung gebeten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Er forderte Röttgen auf, nicht zuzulassen, dass zirka drei Millionen Autofahrer, die nach wie vor auf E-5-Kraftstoff angewiesen sind, an den Tankstellen "über Gebühr abkassiert" werden. Offensichtlich verfolgten die Ölkonzerne massiv die Absicht, die Kraftstoffsorte Super E 5 mit 95 Oktan vom Markt zu nehmen und nur noch E 5 mit 98 Oktan anzubieten. Dieser Sprit wird unter den Bezeichnungen Super und Super Plus meist etwa fünf Cent teurer als Super E 10 verkauft.

Das Vorgehen der Mineralölkonzerne stünde im Widerspruch zur ursprünglichen Absicht der Politik, die sich in der geltenden Bestandsschutzregelung ausdrückt. Ziel des Gesetzgebers war es, die auf die Schutzsorte (Super E 5) angewiesenen Verbraucher vor unangemessener Benachteiligung zu schützen. Dies, so Meyer, werde jetzt von den Konzernen grob missachtet. Der Automobilclub appelliert eindringlich an Bundesminister Röttgen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Aushebeln der Bestandsschutzregelung zu verhindern und faire Benzinpreise zu ermöglichen.