Anwendungsbeispiele

Ad-hoc-Netzwerke: Schneller Aufbau via Stromkabel

Die Powerline-Netzwerke laufen über das bestehende Stromnetz. Somit ist die Installation weniger aufwändig als bei Wireless- oder Ethernet-Technologien, was vor allem für Ad-hoc-Netzwerke von großem Vorteil ist. Ein Anwendungsbeispiel liefern die Stadtwerke Hannover. Hier wurde über ein Projektteam ein großes Netzleitsystem implementiert.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Powerline, also die Vernetzung über Steckdosen und Stromnetz, etabliert sich langsam als Alternative zu Wireless- und Ethernet-Technologien. Der Vorteil: Anders als Ethernet-Kabel sind Stromkabel und Steckdosen in allen Gebäuden vorhanden und müssen nicht aufwändig neu verlegt werden. Gleichzeitig ist die Datenübertragung schneller und meist zuverlässiger als bei Wireless. Eine der vielen Anwendungen sind deshalb Ad-hoc-Netzwerke, bei denen Datenverbindungen schnell und meist nur für begrenzte Zeit aufgebaut werden müssen.

Ein Anwendungsbeispiel liefern die Stadtwerke Hannover. Hier wurde über ein Projektteam ein großes Netzleitsystem implementiert. Das Projektteam sollte aus Sicherheitsgründen außerhalb des vorhandenen Ethernet-LANs vernetzt werden. In diesem temporären Netzwerk sollte auch der Probebetrieb laufen. Das zunächst geplante Wireless-LAN stieß aufgrund der Gebäudegegebenheiten schnell an seine Grenzen: Das Team war über mehrere Stockwerke verteilt, die Decken bestanden aus Stahlbeton, und auch die Rohrleitungen der Klima-Anlage verringerten Reichweite und Übertragungsrate des Datenfunks.

Vernetzung über mehrere Stockwerke

Jürgen Rehmer, Leiter der Prozessdatentechnik bei den Stadtwerken Hannover, beschreibt seine Erfahrungen: "Ohne ein einziges Kabel ziehen zu müssen, verfügten wir über Powerline binnen kürzester Zeit über ein Netzwerk, das deutlich schneller und zuverlässiger als das Wireless-LAN funktionierte. Nur so war es uns möglich, Arbeitsplätze über mehrere Stockwerke zu vernetzen. Die Powerline-Produkte von deneg benutzen für den Datentransfer das Ethernet-Protokoll, so gab es auch keine Probleme mit Rechner- und Software-Anbindungen."

Auch die Notfallklinik Hannover Nordstadt hat sich für Powerline entschieden. Der Grund hier: Die notwendigen Umbauarbeiten für die geplante Ethernet-Verkabelung wurden nicht genehmigt, und ein Wireless-LAN verbot sich wegen der möglichen Interferenzen mit medizinischen Geräten.

Schnelle Anbindung an bestehende Netzwerke

"Wir positionieren unsere easyhome-Produkte vorrangig als Vernetzungslösung für den SOHO-Bereich, also für kleine und mittlere Büros, Kanzleien, Praxen und Privatanwender. Aber auch als Ergänzung und zeitlich begrenzte Erweiterung bestehender Netzwerke wird Powerline gern eingesetzt. So können Projektteams schnell und separat vernetzt werden. Neue Arbeitsplätze, für die keine Ethernet-Anschlüsse mehr vorhanden sind oder die in neu bezogenen Räumen liegen, können binnen Minuten in bestehende Ethernet-Netzwerke eingebunden werden", erläutert Burkhard Bleilevens, Geschäftsführer des deneg easyhome GmbH.