Gegenleistungen gefordert

Acciona macht offenbar Weg für Endesa-Übernahme durch E.ON frei

Der spanische Baukonzern Acciona ist offenbar bereit, seinen 21-Prozent-Anteil am spanischen Versorger Endesa an E.ON zu verkaufen. Wie das in Düsseldorf erscheinende "Handelsblatt" unter Berufung auf Acciona-Kreise berichtet, soll der spanische Konzern dafür "substanzielle Gegenleistungen" fordern.

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Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Neben dem Kaufpreis von etwa 8,6 Milliarden Euro verlangten die Spanier von dem Düsseldorfer Energiekonzern, dass er nach einer Übernahme zumindest die Endesa-Aktivitäten im Bereich erneuerbare Energien an Acciona verkaufe. Offenbar versuchen die Spanier auch noch weitere Aktivitäten aus der Sparte erneuerbare Energien von E.ON herauszulösen, schreibt das "Handelblatt" (Montagausgabe) weiter. Das Acciona-Management wolle bald eine Entscheidung fällen, ob es sich auf eine Transaktion mit E.ON einlasse und seinen Anteil verkaufe oder nicht.

Die Chancen für eine Einigung würden trotz der hohen Forderungen von Acciona jedoch als gut beschrieben, berichtet die Zeitung weiter. E.ON sei bereit, den Bereich erneuerbare Energien von Endesa herauszulösen, um die Transaktion noch zu retten. Weder Acciona noch E.ON hätten zu dem Thema Stellung nehmen wollen.

E.ON hatte schon im Februar vergangenen Jahres bekannt gegeben, Endesa übernehmen zu wollen. Ende September 2006 erhöhte E.ON sein Barangebot von etwa 29 Milliarden Euro auf 37 Milliarden Euro. Wenige Wochen zuvor war Acciona als potentieller Übernahme-Konkurrent mit zehn Prozent bei Endesa eingestiegen.