Strom-News
GutscheinmodellNach dem Nein von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) zu Stromrabatten für arme Haushalte fordert die Linkspartei eine Gutschein-Lösung für Geringverdiener. Diese könnte ähnlich aufgebaut sein wie ehemals die Abwrackprämie für Autos: Wer ein effizientes Neugerät anschafft und einen alten Stromfresser verschrottet, soll profitieren.
Schwerin (dapd/red) - "Wir wollen eine Abwrackprämie für Stromfresser im Haushalt", sagte Parteichefin Katja Kipping der "Schweriner Volkszeitung" (Mittwochausgabe). Einkommensschwache Haushalte sollten demnach einen Gutschein für die Anschaffung eines stromsparenden Haushaltsgeräts bekommen, wenn sie gleichzeitig einen Stromfresser verschrotten. "Kommunale Energieversorger könnten günstige Leasingmodelle für Kühlschränke und Waschmaschinen mit Energiesiegel anbieten", sagte sie dem Blatt.
Strom sparende Haushaltsgeräte sind nicht billig. Nun wird über Modelle nachgedacht, deren Anschaffung zu erleichtern.
(Foto / Abb.: gourmecana / Fotolia.com)
SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber schlug ein "Minikreditprogramm" zur Anschaffung effizienterer Geräte vor. Außerdem müssten Stromanbieter verpflichtet werden, für die ersten 500 Kilowattstunden Strom den jeweils günstigsten Tarif zu berechnen.
Zuvor hatte Umweltminister Altmaier dem Gedanken an Stromrabatten für bedürftige Familien eine Absage erteilt. Vielmehr sei Strom sparen angesagt, und möglichst jeder Interessierte sollte dazu beraten werden können.
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Da zu medialen Großereignissen wie der Fußball-EM und den Olympischen Spielen traditionell die Verkaufszahlen bei Fernsehern in die Höhe schnellen, ruft jetzt sogar die Branche dazu auf, nicht blindlings irgendein Gerät zu kaufen. Vielfach würde der Stromverbrauch bei Unterhaltungselektronik immer noch unterschätzt.
Die Deutschen haben im vergangenen Jahr circa fünf Milliarden Euro für neue Haushaltsgeräte ausgegeben. Der Markt boomt, während die Hersteller weiter daran arbeiten, die Energieeffizienz ihrer Geräte zu verbessern. 2012 wird zudem das EU-weit gültige Energielabel für Waschmaschinen und Kühlschränke auch auf andere Elektrogeräte ausgeweitet.
Eine Abwrackprämie für veraltete Heizungen fordert der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU). Die Förderung der energetischen Gebäudesanierung dürfe sich nicht auf die aus Denkmalschutzgründen oft schwierige Isolierung der Außenwände beschränken, sagte Töpfer am Donnerstag in Kassel.
Der Vorstoß zur Einführung einer "Abwrackprämie" für alte Heizungen stößt in Wirtschaft und Fachwelt auf offene Ohren. Anschubmaßnahmen von Seiten der Politik seien äußerst sinnvoll, das Einsparpotenzial riesig. Laut der Initiative Erdgas pro Umwelt gebe es keinen effizienteren Weg, Energiekosten zu sparen und das Klima zu entlasten.
Stromsparen ist auch ohne Komfortverzicht möglich. Bis zu 30 Prozent Kosten weniger seien machbar, berichtet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Es reiche, die versteckten Stromfresser im Haushalt ausfindig zu machen. Dazu gibt es jetzt einen kostenlosen Ratgeber.Strompreise vergleichen
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