Strom-News
Staatliche FörderungDie Zahlung der Abwrackprämie für alte Heizkessel wird nicht beendet, sondern weiter verlängert. Die Fördersumme wird aber gekürzt, der Bonus für die Solaranlage entfällt völlig. Nach einer neuen Regelung werden außerdem alle Anträge, die beim Bundesamt seit Januar vorliegen, zugelassen.
Bonn (ddp/red) - Die bisher häufig genutzte Kesseltauschprämie für den Austausch eines alten Heizkessels gegen einen neuen Kessel wird verlängert. Darüber informiert die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ). Der neue Brennwertkessel (Öl, Gas) muss aber für die Förderung durch die Abwrackprämie energieeffizienter und mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kombiniert werden. Allerdings wurde der Kesseltauschbonus reduziert. Anstelle der bisher gewährten 750 Euro sinkt die Abwrackprämie auf 400 Euro.
Nach der neuen Regelung werden alle seit dem 1. Januar beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingegangenen Anträge bewilligt. Der Bonus für eine Solarkollektoranlage zur ausschließlichen Warmwasserbereitung bei gleichzeitigem Kesseltausch entfällt hingegen ganz.
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Ab Juli 2010 wird es Änderungen für die Solarförderung geben, haben Union und FDP beschlossen. Die Änderungen sind zunächst bis 2011 befristet und betreffen nicht jede Art von Solaranlagen. Hier können Sie lesen, ob Sie von der Änderung profitieren können oder Nachteile haben werden.
Seit 2009 sind rund 21.000 Heizkessel in Sachsen ausgetauscht worden, wofür der besitzer eine sogenannte "Abwrackprämie" erhalten haben. Ab jetzt werden nur noch rund 1000 alte Heizanlagen mit der Abwrackprämie gefördert. Wer die staatliche Förderung also noch nutzen will, sollte sich beeilen.
Die Unionsfraktion im Bundestag will die Kürzung der Solarförderung erst später in Kraft treten lassen. Der Termin wurde wegen Widerstandes in den eigenen Reihen auf Juni verschoben und ist mit einer anderen Förderquote versehen worden.
Einer repräsentativen Umfrage zufolge sind 84 Prozent der Bürger gegen die vom Bundesumweltminister geplante sofortige, deutliche Absenkung der Solarstromförderung. In Auftrag gegeben hat die Umfrage der Bundesverband Solarwirtschaft. Der Verband spricht von "Ignoranz" des Wählerwillens.
Für Verbraucher wird der Strom trotz der von Umweltminister Röttgen geplanten zusätzlichen Kürzung der Solarförderung offenbar kaum billiger. Das hätten Berechnungen des Umweltministeriums ergeben. Demnach verbillige die Kürzung die Kilowattstunde nur um 0,3 Cent. Röttgen will an der Kürzung festhalten.Strompreise vergleichen
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