Abschaltung des Forschungsreaktors FRM (Atom-Ei)

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"Angesichts der bevorstehenden Inbetriebnahme der leistungsstärkeren, neuen Neutronenquelle FRM-II wurde das Garchinger Atom-Ei (FRM) heute um 10.30 Uhr abgeschaltet", erklärte Prof. Dr. Klaus Schreckenbach, Technischer Direktor für FRM und FRM-II. Der abgeschaltete Zustand des FRM sei Voraussetzung für die Betriebsgenehmigung des FRM-II. "Im Genehmigungsverfahren für die neue Neutronenquelle ist eindeutig festgelegt worden, dass auf dem Garchinger Forschungsgelände nur eine Reaktoranlage in Betrieb sein darf. Die Außerbetriebnahme des FRM ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Inbetriebnahme des FRM-II", führte der Physiker aus.


Außerdem werde dadurch zusätzliche Zeit für das FRM-Personal gewonnen, sich für den FRM-II gründlich auszubilden und die Fachkunde für den späteren Betrieb zu erwerben. Schreckenbach: "Bereits seit etwa einem Jahr werden die Operateure für den FRM-II geschult." Zusätzlich seien weitere Techniker eingestellt worden und die Betriebsmannschaft für den FRM-II auf insgesamt ca. 90 Mitarbeiter erweitert. Im wissenschaftlichen Bereich kommen weitere ca. 50 Experten hinzu. Das bevorstehende Ende der FRM-Betriebszeit sei auch dadurch festgelegt, dass der Brennstoffvorrat für das Atom-Ei seit Jahren auf diesen Abschalttermin ausgelegt sei.


Der Forschungsreaktor München (FRM) der Technischen Universität München ist 1957 auf dem Forschungsgelände in Garching errichtet worden und liefert seit fast 43 Jahren Neutronen für Forschung und Lehre.