In Sachsen-Anhalt

Absatz von Braunkohlenbriketts um drei Prozent gestiegen

Die Sachsen-Anhalter greifen beim Heizen wieder mehr zur Kohle. Nach Jahren eines stetigen Rückgangs verzeichnete der Mitteldeutsche Handelsverband für Brennstoffe, Mineralöle und Energieservice (MHV) innerhalb eines Jahres einen Absatzzuwachs bei Braunkohlenbriketts um 3,1 Prozent.

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Halle (ddp-lsa/sm) - 2005 wurden 33 000 Tonnen verkauft, wie MHV-Geschäftsführer Horst Gohling in Peißen bei Halle sagte. Immer mehr Mieter und Hausbesitzer suchten angesichts hoher Preise bei Gas und Öl nach Alternativen beim Heizen in der Übergangszeit. Innerhalb eines Jahres seien in Deutschland 410 000 neue Kachel- oder Kaminöfen gekauft worden.

Dagegen sank der Heizölabsatz im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 611 000 Kubikmeter. Seit Mitte der 90er Jahre, als mehr als 1,2 Millionen Kubikmeter Heizöl verkauft wurden, ging damit der Absatz um rund die Hälfte zurück. Als Gründe dafür wurden die Modernisierung der Ölheizungen und der damit verbundene geringere Verbrauch, die zunehmende Wärmedämmung an Häusern und das veränderte Heizverhalten durch die gestiegenen Energiekosten genannt. Außerdem sank der durchschnittliche Vorrat bei den einzelnen Kunden von 60 auf 50 Prozent.

Für das laufende Jahr rechnet der Handelsverband wieder mit einem Anstieg des Heizölabsatzes um etwa fünf Prozent. Im ersten Quartal lag dieser bereits um zehn Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Bei Braunkohlenbriketts und anderen festen Brennstoffen geht der Verband von einer gleich bleibenden Verkaufsmenge aus.

Die 150 Betriebe, die dem Handelsverband in Sachsen-Anhalt angehören und 650 Mitarbeiter beschäftigen, setzten im vergangenen Jahr 1,37 Milliarden Euro um. 2004 lag der Umsatz bei 1,19 Milliarden Euro. Zum Gewinn wurden keine Angaben gemacht.