Reaktorhilfsanlagen

Abbau des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich wird beschleunigt

Der Abbruch des Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich wird beschleunigt. Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium gestern in Mainz mitteilte, ist eine entsprechende erweiterte Abbaugenehmigung erteilt worden. Damit könnten innerhalb der Abbauphase eins nun auch die Reaktorhilfsanlagen rückgebaut werden.

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Mainz (ddp-rps/sm) - Ausgenommen von der erweiterten Abbaugenehmigung sind den Angaben zufolge alle für die Genehmigungsphasen zwei und drei vorgesehenen Maßnahmen. Dabei handele es sich vor allem um den Abbau des Primärkreislaufs mit dem Reaktordruckbehälter sowie den Rückbau der Restbetriebssysteme.

Für die Stilllegung und die gesamte erste Abbauphase, inklusive der erweiterten Genehmigung, erfolgten laut Ministerium bereits eine Öffentlichkeitsbeteiligung und eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Das Kernkraftwerk Mülheim-Kärlich war 1988 durch einen Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts stillgelegt worden. Für den kompletten Rückbau muss nach Angaben des Umweltministeriums ein Zeitraum von etwa zehn Jahren eingerechnet werden.