Verbraucherfreundlich

Ab 1. Januar 2004 neue Gesetzesregelung: Solarförderung deutlich verbessert

Betreiber neuer Solarstromanlagen erhalten zukünftig mehr Geld für den selbst produzierten sauberen Strom als bislang. Seit gestern gibt es eine verbesserte gesetzliche Regelung. Der Gesetzgeber verpflichtet die Stromnetzbetreiber, Solarstrom zu einem vorgegebenen und kostendeckenden Preis abzunehmen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Anschaffungs- und Betriebskosten könnten damit erstmals vollständig durch die Vergütung gedeckt werden. Darauf weisen die an der Gesetzesinitiative beteiligten Solarwirtschaftsverbände BSi und UVS hin. Sie erwarten infolge des neuen Solarstromgesetzes, dass die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen weiter steigen wird. Bereits in den vergangenen vier Jahren hatte sich der Markt auf 130 Megawatt verzehnfacht. Auf der Basis des jetzigen Beschlusses werden von der Industrie auch künftig Wachstumsraten von jährlich 25 Prozent erwartet.

Der wirtschaftliche Betrieb von Solarstromanlagen wird durch die Anhebung der gesetzlich verankerten Vergütungssätze für Anlagen auf und an Gebäuden möglich. Wer im Jahr 2004 eine Solaranlage errichtet und ans öffentliche Stromnetz anschließt, erhält statt bislang 45,7 Cent zukünftig je nach Anlagentyp bis zu 62,4 Cent je Kilowattstunde Solarstrom. Da gleichzeitig auch die Größenbegrenzung aufgehoben wurde, wird künftig zudem der Bau von ebenerdigen Solarkraftwerken über Beteiligungsfinanzierungen möglich. Damit können erstmals auch Bürger ohne eigenes Dach von der umweltfreundlichen Solarstromtechnik profitieren.

UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig: "Der weitere Ausbau der Solartechnik ist jetzt gesichert, denn Solarenergie ist nun rundum verbraucherfreundlich. In der Vergangenheit gehörte zum Betrieb einer Solaranlage eine gehörige Portion Idealismus oder eine dicke Brieftasche. Jetzt wird das saubere Solarkraftwerk auf dem eigenen Dach endlich für jedermann erschwinglich."

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