Atomkraftwerke

8KU: Laufzeitverlängerung schadet dem Wettbewerb

Die 8KU, eine Kooperation von acht großen kommunalen Energieunternehmen, kritisieren eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke als wettbewerbsschädigend. Eigene Analysen hätten ergeben, dass die vier großen Energiekonzerne von einer Laufzeitverlängerung am meisten profitieren würden.

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Darmstadt (red) - Der diesjährige Koordinator der 8KU, Albert Filbert, sagte, dass eine Laufzeitverlängerung unbedingt wettbewerbsneutral ausgestaltet werden müsse. Wettbewerbsneutral bedeute in diesem Zusammenhang, dass die Betreiber keine Zusatzerträge aus diesem politischen Akt zugestanden bekommen und auch keine zusätzlichen Marktanteile.

Erneuerbare Energie soll weiter Vorrang haben

Kernkraftwerke seien auch bei hoher Windeinspeisung weiter am Netz. So würde Strom aus Atomkraft hocheffizienten KWK-Strom verdrängen, obwohl dieser sogar Vorrang habe, so Filbert. Die Kooperation setzte sich auch kritisch mit Vorschlägen auseinander, den Einspeisevorrang von Strom aus erneuerbaren Energien einzuschränken. Alternative Energien sollten konventionelle Energieträger kontinuierlich ersetzen und den Hauptteil der Energieversorgung übernehmen.

Kommunale Stromanbieter wollen bei Energiekonzept mitreden

Die 8KU wiederholten auch ihre Forderung, in die Ausgestaltung des Energiekonzeptes und der möglichen Laufzeitverlängerung einbezogen zu werden. Diejenigen nicht zu beteiligen, die aus einer Laufzeitverlängerung einen wettbewerbsrelevanten Schaden in Milliardenhöhe erlitten, sei schwerlich hinnehmbar.