Personalie

60 000 Euro für CDA-Chef ohne erkennbare Arbeitsleistung für RWE

Hermann-Josef Arentz, CDA-Vorsitzender im Düsseldorfer Landtag, erhält vom Stromkonzern RWE ein Jahresgehalt von etwa 60 000 Euro und ein Stromdeputat von 7500 Kilowattstunden jährlich. Laut "Kölner Anzeiger" steht dem keine erkennbare Arbeitsleistung gegenüber.

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Köln (ddp-nrw/sm) - Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Hermann-Josef Arentz, ist wegen seiner Beschäftigung in der Kölner Niederlassung der RWE Power AG in die Kritik geraten. Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Freitagausgabe) steht dem Jahresgehalt des CDU-Landtagsabgeordneten von fast 60 000 Euro und einem Stromdeputat von 7500 Kilowattstunden jährlich keine erkennbare Arbeitsleistung gegenüber.

Im Gespräch mit der Zeitung bestätigte Arentz, der seit 1980 im Düsseldorfer Landtag arbeitet, diese Angaben im Wesentlichen. Er sei seit 1992 Mitarbeiter der Rheinbraun AG, die inzwischen der RWE Power AG gehört. In den Anfangsjahren habe er noch regelmäßig für das Unternehmen gearbeitet, mit zunehmender politischer Verantwortung sei das jedoch immer weniger geworden. "Ich stehe dem Unternehmen aber jederzeit zur Verfügung, wenn ich gebraucht werde."

Der CDA-Bundesvorsitzende betonte, ein Politiker könne seine "innere Unabhängigkeit" nur bei entsprechender finanzieller Ausstattung bewahren. "Leider bin ich weder Beamter auf Lebenszeit noch von Hause aus reich." Zu weiteren Einzelheiten seiner Tätigkeit wollte er sich nicht äußern. "Ich werde den Schmutzschweinchen, die meinen, mit Dreck werfen zu müssen, nicht auch noch Futter geben", sagte der 51-Jährige.