Bilanz

6. Handelsblatt-Jahrestagung "Energiewirtschaft Österreich 2002"

Die 6. Handelsblatt-Jahrestagung "Energiewirtschaft Österreich 2002", die am 8. und 9. Oktober in Wien stattfindet, thematisiert die Erfahrungen mit einem Jahr liberalisiertem Strommarkt in Österreich. Fakten zum neu eingeführten Gaswettbewerb werden in Diskussionsrunden ebenso aufgegriffen wie die Entwicklungsmöglichkeiten der Energie-Erzeugung.

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Seit Oktober 2001 ist der österreichische Strommarkt voll liberalisiert. Etwa 1,3 Prozent (50 000 Haushalte) der drei Millionen österreichischen Haushalte haben den Stromanbieter bis jetzt gewechselt. Die durchschnittlichen Einsparungen liegen zwischen drei und sieben Prozent. Die Wechselraten bestätigen die Erwartungen der Regulierungsbehörde E-Control. Von einem echten Wettbewerb kann aber erst gesprochen werden, wenn fünf bis zehn Prozent der Haushalte gewechselt haben. Durch das im August 2002 verabschiedete Gaswirtschaftsgesetzt wird die Liberalisierung des österreichischen Gasmarktes weiter vorangetrieben.

Erfahrungen mit dem liberalisierten Strommarkt in Österreich und Europa thematisiert die 6. Handelsblatt-Jahrestagung "Energiewirtschaft Österreich 2002", die am 8. und 9. Oktober 2002 in Wien stattfindet. Fakten zum neu eingeführten Gaswettbewerb werden in Diskussionsrunden ebenso aufgegriffen wie die Entwicklungsmöglichkeiten der Energie-Erzeugung, Strategien für ein erfolgreiches Bestehen im Energiewettbewerb und sowie die Regeln des geöffneten Gasmarktes. Der Energiehandel am der Börse und die Internationalisierung der Energieversorger sind Themen weiterer Diskussionsrunden.

Walter Boltz (Regulierungsbehörde E-Control) zieht Bilanz über die Wettbewerbssituation, die Kundenzufriedenheit und die Entwicklung der Preise und Netztarife nach einem Jahr Stromliberalisierung. Über die Effizienz der neuen Strukturen auf dem Gasmarkt spricht Dr. Otto Musilek (OMV Erdgas). Unbundling und der Ausbau eines erfolgreichen Portfolios stellt Willem Smit (TXU Energy) vor. Den Zusammenhang von Kundenbindung und Markterfolg zeigt Dr. Leopold Windtner (Energie AG Oberösterreich). Strategien für mehr Wachstum und Integration innerhalb der Internationalisierung stellt Loic Caperan (Electricité de France) vor. Die Bedeutung internationaler Kooperationen für die Entwicklung der österreichischen Energiewirtschaft zeigt Hans Haider (Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG) auf. Dr. Walter Hohlefelder (E.ON-Energie AG) geht auf den Umsetzungsstand der EU-Richtlinien und deren Auswirkungen auf den Marktzugang ein.