Einwendungsfrist beendet

58.000 Einwendungen gegen Kohlekraftwerk Ingelheimer Aue

Gegen das geplante Kohlekraftwerk auf der Ingelheimer Aue zwischen Mainz und Wiesbaden sind bis wenige Stunden vor Ende der Frist rund 58.000 Einwendungen eingegangen. Das teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd am Freitag auf ddp-Anfrage mit. Die Einwendungsfrist sollte am Freitag um Mitternacht enden.

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Mainz (ddp-rps/sm) - Die Einsprüche kamen nach Angaben der SGD von Bürgerinitiativen, Verbänden, Firmen und Privatpersonen. Da manche der Einwendungen doppelt eingereicht wurden, kann nach Angaben der SGD Süd eine endgültige Zahl erst kurz vor einem Erörterungstermin am 29. April bekannt gegeben werden.

Zu diesem Termin werden die Einwendungen im Bürgerhaus Mainz-Hechtsheim an mehreren Tagen öffentlich erörtert. Dabei kommen die Verfasser der Einwendungen ebenso zu Wort wie die Betreibergesellschaft, die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW). Bis zu einer Entscheidung der SGD Süd über die Genehmigung des Baus werden nach Angaben der Behörde noch mehrere Monate vergehen.

Die KMW betreiben derzeit ein Gaskraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Dieses soll durch das Kohlekraftwerk ersetzt werden. Gegen den Bau haben unter anderem Naturschützer, Bürgerinitiativen und 160 Mainzer Ärzte Bedenken geäußert. Nach den Plänen des Betreibers soll das Kohlekraftwerk mit einer Leistung von mehr als 820 Megawatt 2012 fertiggestellt sein. Der Baubeginn ist für Ende 2008 geplant. Das Projekt soll nach KMW-Angaben 1,2 Milliarden Euro kosten.