Einsparpotenzial

52 Prozent Heizkosten sparen durch Gebäudesanierung

Vollsanierte Gebäude mit Solarwärmenutzung verbrauchen 52 Prozent weniger Heizenergie als vergleichbare unsanierte Altbauten. Dies ergaben Auswertungen von rund einer Million Gebäudedaten der gemeinnützigen co2online GmbH. Die Sanierung des Wohngebäudebestands gilt als entscheidender Bestandteil der Energiewende.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Ab sofort will co2online statistische Auswertungen dieser Gebäudedaten regelmäßig im Trendreport Energie veröffentlichen. "Die Ergebnisse zeigen: Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes spielt eine entscheidende Rolle für die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung – und damit auch für die Energiewende", sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Rund 75 Prozent der 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland wurden vor 1978, also vor der ersten Wärmeschutzverordnung, errichtet. Sie umfassen damit das größte Energieeinsparpotenzial im Wohngebäudebestand. In solchen alten Häusern kann in punkto Heizkosten sehr viel eingespart werden.

Infos zu Tendenzen im Gebäudebestand

Im Sechs-Punkte-Programm zur Energiewende hat die Bundesregierung das Ziel festgelegt, den Wärmebedarf von Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent zu verringern. Die co2online-Gebäudedaten sollen detaillierte Angaben über Niveau und räumliche Verteilung der energetischen Gebäudesanierung ermöglichen. Zudem seien Aussagen über die Wirksamkeit einzelner Sanierungsmaßnahmen machbar, die als Entscheidungsgrundlage für die Fördermittelvergabe dienen können. Gesetzliche Vorgaben für Neubauten haben dabei aufgrund der geringen Neubauquote und der ohnehin geringeren Heizkosten in neuen Häusern nur wenig Einfluss.