Stromtrassen

50Hertz erforscht niedrigere Strommasten

Große und hohe Strommasten sollen quer durch Deutschland errichtet werden, um den grünen Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands zu bringen. Netzbetreiber 50Hertz arbeitet an Lösungen, die möglicherweise weniger Unmut in der Bevölkerung stiften. Helfen niedrigere Masten?

Strom Netzausbau© Thorsten Schier / Fotolia.com

Berlin (dpa/red) - Mit kleineren Strommasten will der ostdeutsche Netzbetreiber 50Hertz mehr Verständnis für neue Hochspannungsleitungen erreichen. Erforscht würden Masten, die nur 32 bis 36 Meter statt wie bisher 50 bis 60 Meter hoch sind, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Trassenbreite sinke von 72 auf 55 bis 60 Meter. Nach erfolgreichen Tests könne 2017 eine zwei Kilometer lange Pilotstrecke in Betrieb gehen.

Neue Systeme für Strommasten werden erforscht

Unter dem Namen CompactLine versucht 50Hertz schon seit einigen Jahren, durch neue Ketten- und Seilsysteme zu erreichen, dass Stromleitungen zwischen den Masten weniger durchhängen und damit weniger Platz brauchen. In der Debatte um den Transport von Windstrom aus dem Norden und Osten nach Süddeutschland hat das Unternehmen aber auch höhere Masten ins Gespräch gebracht, um neue Leitungen über bestehende Trassen führen zu können.

Quelle: DPA