800 Megawatt-Werk

4000 Einwendungen gegen geplantes Kohlekraftwerk Ingelheimer Aue

Gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue zwischen Mainz und Wiesbaden sind bisher rund 4000 Einwendungen von Bürgern und Verbänden eingegangen, teilte der Leiter der Regionalstelle der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD), Klaus-Peter Gerten mit.

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Mainz (ddp-rps/sm) - Die Antragsunterlagen der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden (KMW) zum Bau des umstrittenen 800-Megawatt-Kraftwerks konnten bis Freitag in zehn Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie bei der SGD in Neustadt an der Weinstraße und der SGD-Regionalstelle in Mainz eingesehen werden. Einwendungen können weiterhin bei diesen Stellen eingereicht werden - die Einwendungsfrist endet am 15. Februar.

Nach Ablauf der Frist werde die SGD Süd die Einwendungen auswerten, sagte Gerten weiter. Während eines mehrtägigen Erörterungstermins sollen sie ab 29. April im Bürgerhaus Hechtsheim diskutiert werden. "Bis zu einer Entscheidung der SGD Süd über die Genehmigung des Baus werden danach aber noch mehrere Monate vergehen", sagte Gerten.

Das Kohlekraftwerk soll am Standort des derzeitigen Gaskraftwerks errichtet werden. Gegen den Bau haben unter anderem Naturschützer, Bürgerinitiativen und 160 Mainzer Ärzte Bedenken geäußert. Nach den Plänen der KMW soll das Kohlekraftwerk 2012 fertiggestellt sein. Der Baubeginn ist für Ende 2008 geplant.