Borkum West II

40 Stadtwerke bauen Offshore-Windpark in der Nordsee

Unter der Leitung der Firmengruppe Prokon Nord sowie der Trianel-Gruppe wollen sich rund 40 Stadtwerke am Bau des Offshore-Windparks "Borkum West II" beteiligen. Dies sei der Beweis, dass nicht nur die großen Vier in Offshore-Windenergie investieren können.

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Aachen/Berlin (red) - "Stadtwerke tragen mit der verstärkten Nutzung von Windenergie der energiepolitisch gewünschten langfristigen Ausrichtung an eine umweltgerechte und nachhaltige Energieversorgung Rechnung", hebt Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel European Energy Trading GmbH, hervor. "Damit haben Stadtwerke auch gute Argumente im Wettbewerb um umweltbewusste Kunden."

"Die Behauptung, Offshore-Windenergieparks könnten in Deutschland nur die großen vier Energieversorger bauen, ist mit diesem Projekt eindrucksvoll widerlegt", so Michael Müller, Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Müller erwarte, dass neben den großen Energiekonzernen "weitere unabhängige Investoren auf die Offshore-Windenergie in Deutschland setzen werden". Das führe zu mehr Wettbewerb im deuschen Strommarkt.

Der Windpark "Borkum West II" soll rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum errichtet werden. Die 80 Anlagen der 5-Megawatt-Klasse sollen ab 2010 in Betrieb gehen und jährlich rund 1,2 Milliarden Kilowattstunden Strom liefern. Das Investitionsvolumen liege bei etwa einer Milliarde Euro.