Santa-Ana-Winde

300.000 Menschen in den USA nach Sturm ohne Strom

Schwere Unwetter haben im Südwesten der USA für massive Stromausfälle und Verkehrschaos gesorgt. Im Süden des Bundesstaates Kalifornien waren mehr als 300.000 Menschen wegen starker Winde von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Prognose für die nächsten Tage gibt wenig Anlass zu Hoffnung.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Los Angeles (AFP/red) - Meteorologen rechneten für die kommenden Tage weiter mit heftigen Stürmen und befürchteten, dass dadurch Buschfeuer angefacht werden könnten.

Die sogenannten Santa-Ana-Winde fegten am Donnerstag mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 Kilometern pro Stunde über die Region um Los Angeles hinweg. Nach Angaben der Energieversorger waren zeitweise mehr als 300.000 Menschen ohne Strom. Viele Schulen blieben am Donnerstag geschlossen. Ausgefallene Ampeln und umgestürzte Bäume, die auf den Straßen lagen, sorgten für ein Verkehrschaos. Der Betrieb am internationalen Flughafen von Los Angeles war bereits am Mittwochabend vorübergehend eingestellt werden.

Wohl der stärkste Sturm seit Jahren

In den Bundesstaaten Nevada, Utah, Arizona und New Mexico herrschten Winterstürme, starker Wind oder Waldbrandgefahr. Der Nationale Wetterdienst schrieb in einer Online-Warnung, die potentiell gefährlichen starken Ostwinde würden mindestens bis Freitag andauern. Es werde mit dem stärksten Sturm seit mehreren Jahren gerechnet; weitere Stromausfälle könnten die Folge sein.

Die Santa-Ana-Winde sind ein Wetterphänomen, bei dem in Südkalifornien im Herbst und Winter trockene Winde von der Sierra Nevada und den Rocky Mountains im Osten in Richtung Küste wehen.

Quelle: AFP