Strom-News
Nur ein Tag nach der WahlInnerhalb von 24 Stunden nach der Bundestagswahl haben im Internet mehr als 25.000 Menschen einen schnelleren Atomausstieg gefordert. In einem Offenen Brief an die Vorsitzenden von CDU, CSU und FDP fordern die Unterzeichner, den Atomausstieg zu beschleunigen und die sieben ältesten Meiler sowie den "Pannenreaktor" Krümmel umgehend vom Netz zu nehmen.
Gorleben (ddp-nrd/red) - Außerdem appellieren die Unterzeichner nach Angaben von Atomgegnern an Union und FDP, den mit dem Atomkonsens "halbwegs befriedeten Konflikt um die Atomkraft" nicht wieder anzufachen.
Sollte eine neue schwarz-gelbe Regierungskoalition den Atomausstieg nicht vollziehen, kündigen die Unterzeichner an, "sich an den zu erwartenden massiven Protesten der Anti-Atom-Bewegung zu beteiligen", hieß es. "Selten gab es bei einem Online-Appell so eine hohe Beteiligung in so kurzer Zeit", sagte der Sprecher des Netzwerks "Campact", Christoph Bautz. "Campact" und die Anti-Atom-Organisation «Ausgestrahlt» sind die Initiatoren des Offenen Briefes.
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Obwohl der Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland verboten ist, lässt das Bundeswirtschaftsministerium nach Informationen der "Financial Times Deutschland" neueste Reaktortypen erforschen. Die dreijährige Laufzeit dieses Projekts beginne unmittelbar nach der Bundestagswahl am 1. Oktober 2009.
In der Diskussion um die Atomenergie hat die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Katherina Reiche versichert, der Neubau von Atomkraftwerken in Deutschland sei nicht beabsichtigt. "In Deutschland verfolgt keine Partei dieses Ziel - auch nicht Union und FDP", sagte Reiche der Online-Ausgabe der "Frankfurter Rundschau".
Mehr als die Hälfte der Bundesbürger sind einer Umfrage zufolge dafür, am Atomausstieg festzuhalten. Selbst 50 Prozent der CDU/CSU-Wähler und 49 Prozent der FDP-Anhänger sprachen sich in der Umfrage von TNS-Emnid für den geplanten Atomausstieg aus.
Über hundert Organisationen rufen zu einer Anti-Atom-Demonstration am Samstag in Berlin auf. Die Kundgebung unter dem Motto "Mal richtig abschalten!" richtet sich unter anderem gegen eine mögliche Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nach der Bundestagswahl, wie die Organisatoren am Mittwoch in Berlin mitteilten.
Bundeskanzlerin Merkel hat sich erneut für eine Aufkündigung des Atomausstiegs ausgesprochen. Für eine ausgewogene Energiepolitik sei Kernenergie als Brückentechnologie über das Jahr 2020 hinaus nötig, sagte die Kanzlerin am Sonntag in Hamburg. Strompreise vergleichen
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