Gehaltsforderungen

2500 Energie-Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreiks (Upd.)

Mehr als 2500 Beschäftigte der privaten Energiewirtschaft haben nach Gewerkschaftsangaben heute Morgen in Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt für zwei Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Die Stimmung sei kämpferisch gewesen, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden/Erfurt (ddp/sm) - Die Streikenden hätten ihrem Frust Luft gemacht und ihre Forderung bekräftigt, wonach von der guten wirtschaftlichen Lage und den Gewinnen der vergangenen Jahre nicht nur Aktionäre, sondern auch die Belegschaften profitieren sollten.

"Wenn die Arbeitgeber bei der nächsten Verhandlungsrunde am Montag kein neues Angebot unterbreiten, werden wir über weitere Arbeitskampfmaßnahmen beraten", sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Die von den Arbeitgebern bisher angebotenen 1,9 Prozent Einkommenserhöhung seien nicht nur viel zu gering, sondern auch eine "Mogelpackung", erklärte ver.di-Fachbereichsleiter Johannes Stiehler in Erfurt. Rechne man die von den Arbeitgebern geforderte Verlängerung der Wochenarbeitszeit um 2 Stunden auf 40 Stunden hinzu, so ergebe sich für die Beschäftigten "ein dickes Minus".

Ver.di fordert für die rund 25.000 Beschäftigten bei den privaten Energieunternehmen in Ostdeutschland ein Einkommensplus von sechs Prozent.