Statistik

2007: Energie nicht verantwortlich für gesteigene Erzeugerpreise

Die Jahresteuerung bei den Erzeugerpreisen ist im vergangenen Jahr geringer ausgefallen als im Jahr zuvor. Durch den vergleichsweise geringen Anstieg der Energiekosten sei die Teuerung sogar noch gebremst worden, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Laut Statistik stiegen die Preise auf Jahressicht durchschnittlich um zwei Prozent. 2006 hatte die Jahresteuerung bei 5,5 Prozent gelegen. Im Dezember 2007 waren die Erzeugerpreise im Schnitt um 2,5 Prozent höher ausgefallen als ein Jahr zuvor.

Während Energie 2006 noch Hauptpreistreiber war, stiegen die Energiepreise im Jahresdurchschnitt 2007 den Angaben zufolge nur noch um 0,2 Prozent. Sie entwickelten sich zunächst verhalten, bevor im Herbst ein kräftiger Preisauftrieb einsetzte, der sich im Dezember wieder abschwächte. Im Dezember 2007 lagen die Preise 3,3 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Die Kosten für Kraftstoffe seien im Jahresmittel um 3,3 Prozent gestiegen, die Strompreise für private Haushalte kletterten um 4,1 Prozent. Die Preise für Erdgas sanken laut Bundesamt im Jahresschnitt 2007 um 2,6 Prozent. Die niedrigeren Kosten hätten sich allerdings nicht überall bemerkbar gemacht: Während Ortsversorgungsunternehmen, Weiterverteiler und Industriekunden weniger bezahlen mussten, seien die Preise für private Haushaltskunden im Vorjahresvergleich um drei Prozent gestiegen.

Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent. Im Dezember 2007 lagen sie 2,2 Prozent über dem Vorjahresmonat, teilt das Amt weiter mit.