Statistik

2006: Erzeugerpreise verzeichnen höchsten Anstieg seit 1982

Die Erzeugerpreise sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie seit 1982 nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich der Index gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent. 1982 habe die Teuerungsrate bei 5,9 Prozent gelegen.

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Wiesbaden (ddp/sm) - Vor allem für Energie mussten die Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen. Sie habe sich auf Jahressicht im Durchschnitt um 16,0 Prozent verteuert. 2005 hätten sich die Erzeugerpreise gegenüber 2004 um 4,6 Prozent erhöht.

Die Preise für Mineralölerzeugnisse seien im Jahresvergleich durchschnittlich um 7,2 Prozent geklettert. Von Januar bis Juli seien dabei die deutlichsten Preisanstiege zu verzeichnen gewesen, während die Preise ab August wieder kontinuierlich gesunken seien. Mit einem Zuwachs von 22,2 Prozent habe sich vor allem schweres Heizöl deutlich verteuert. Auch Erdgas habe mit 24,8 Prozent stark zugelegt, die Strompreise seien ebenfalls um 15,4 Prozent gestiegen. Ohne Berücksichtigung der Energie seien die Erzeugerpreise lediglich um 2,3 Prozent gestiegen.

Im Dezember 2006 fiel der Anstieg der Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings geringer aus. Die Teuerung habe bei 4,4 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat sei der Index unverändert geblieben.