Dank Erneuerbaren

2006: CO2-Emissionen pro Kilowattstunde Strom gesunken

Jede verbrauchte Kilowattstunde Strom setzte in Deutschland im Jahr 2006 durchschnittlich 596 Gramm Kohlendioxid frei. Damit sind die CO2-Emissionen seit 2005 um 20 Gramm je Kilowattstunde zurückgegangen, was auf den gestiegenen Anteil Erneuerbarer Energien im Strommix zurückzuführen ist.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Der spezifische Emissionsfaktor für den deutschen Strommix sank in den Jahren 1990 bis 2006 von 727 Gramm auf 596 Gramm pro Kilowattstunde, was einer Reduzierung von 18 Prozent pro Kilowattstunde entspricht, teilt das Umweltbundesamt (UBA) mit.

In den 1990er Jahren senkten vor allem Effizienzsteigerungen des Kraftwerkparks durch den Bau neuer und die Stilllegung ineffizienter Kraftwerke den Emissionsfaktor. Ab 2003 sei vor allem der steigende Anteil erneuerbarer Energien für eine weitere Senkung verantwortlich. Im Jahr 2007 sei der Faktor jedoch wieder auf über 600 Gramm pro Kilowattstunde gestiegen, da mehr Strom aus Stein- und Braunkohle gewonnen wurde. Grund dafür sei der sinkende Anteil der Kernenergie am Strommix.

Der Emissionsfaktor berücksichtigt die Leitungs- und Übertragungsverluste von etwa elf Prozent – das heißt für jede Kilowattstunde Strom, die in der Steckdose ankommt, müssen die Kraftwerke etwa 1,1 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Mehr Emissionen wegen steigendem Stromverbrauch

Trotz kontinuierlich sinkender spezifischer Emissionen gingen die absoluten Kohlendioxid-Emissionen aus der Stromerzeugung seit 1990 nur wenig zurück. Dies liege vor allem am stetig zunehmenden Stromverbrauch.

Um die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung weiter zu senken, ist es daher wichtig, den Stromverbrauch durch eine effizientere Stromnutzung zu mindern. Gleichzeitig müsse der Anteil der erneuerbaren Energien steigen und sich die Effizienz der Stromerzeugung weiter erhöhen – zum Beispiel durch den Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen.