61 Milliarden

2005: Sieben Prozent mehr Ökostrom erzeugt

Zwar wurden mit knapp 61 Milliarden Kilowattstunden im vergangenen Jahr immernoch sieben Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als 2004, der Wachstum schwächte sich allerdings ab. Die größten Beiträge zur Ökostromproduktion leisteten wie gehabt Wind- und Wasserkraft.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp.djn/sm) - In Deutschland wurde im vergangenen Jahr sieben Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen als 2004. Die Menge erhöhte sich auf 61 Milliarden Kilowattstunden, wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft am Montag in Berlin mitteilte.

Im Jahr zuvor hatte die Zunahme noch bei 25 Prozent gelegen. 2005 sei sie vor allem durch ein geringeres Windangebot gebremst worden, erläuterte der Verband. Die größten Beiträge zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien lieferten mit 25,5 Milliarden Kilowattstunden die Windenergie und mit 21,5 Milliarden Kilowattstunden die Wasserkraft, gefolgt von Biomasse (10 Milliarden Kilowattstunden), Müll (2,2 Milliarden Kilowattstunden und Solarstrom (eine Milliarde Kilowattstunden). Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch stieg damit laut Verband von 9,4 auf 10,0 Prozent.

"Deutschland ist damit dem EU-Ziel von 12,5 Prozent Ökostrom bis 2010 bereits sehr nahe", betonte Eberhard Meller, VDEW-Hauptgeschäftsführer. Er wiederholte seine Forderung, künftig die Effizienz der Fördersysteme in den Vordergrund zu stellen. Meller: "Der Gesetzgeber darf sich nicht länger nur auf den Mengenzuwachs konzentrieren. Die Integration der steigenden Ökostrommengen erfordert einen starken Ausbau der Stromnetze und ein verbessertes Erzeugungsmanagement."