Durchschnittserlös

2004: Stromkonzerne verdienten mehr pro Kilowattstunde

Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge, verdienten die deutschen Stromversorger im Jahr 2004 durchschnittlich 9,23 Cent pro Kilowattstunde Strom. In diesem Durchschnittserlös sind allerdings Stromsteuer, Konzessionsabgaben und EEG- sowie KWK-Abgaben enthalten.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug der Durchschnittserlös für Strom aus der Abgabe an Letztverbraucher im Jahr 2004 9,23 Cent je Kilowattstunde. Das waren 5,1 Prozent mehr als 2003. Der niedrigste Durchschnittserlös seit Einführung der Erhebung in der amtlichen Statistik (1991) wurde im Jahr 2000 mit 7,43 Cent pro Kilowattstunde registriert.

Der Durchschnittserlös wird ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthält jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. Letztverbraucher sind Sondervertragskunden und Tarifabnehmer.

Der Durchschnittserlös aus der Stromabgabe an Sondervertragskunden 2004 betrug den Angaben zufolge 6,72 Cent pro Kilowattstunde, das waren sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Auch hier wurde der niedrigste Durchschnittserlös im Jahr 2000 ermittelt (5,11 Cent pro Kilowattstunde). Bei den Tarifkunden erzielten die Versorger 2004 mit 14,01 Cent je Kilowattstunde im Schnitt einen wesentlich höheren Durchschnittserlös als bei den Sondervertragskunden. Der Erlös lag um 2,9 Prozent höher als 2003.

Insgesamt gaben die Stromversorger im Jahr 2004 an Letztverbraucher 481,0 Milliarden Kilowattstunden ab, fast 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die privaten Haushalte hatten mit 138,4 Milliarden Kilowattstunden einen Anteil von 28,8 Prozent am Gesamtabsatz und stellten mit deutlich über 80 Prozent die größte Gruppe unter den Tarifkunden. Hauptabnehmer von Strom waren jedoch die Sondervertragskunden mit 315,2 Milliarden Kilowattstunden.