Lubmin

200 Teilnehmer bei Osterspaziergang gegen Kraftwerksbau

Fast 200 Mitglieder und Sympathisanten von Bürgerinitiativen aus Greifswald, Lubmin sowie von den Inseln Usedom und Rügen haben am Montag mit einem Osterspaziergang durch den Lubminer Küstenwald gegen den geplanten Bau eines Steinkohlekraftwerks am Greifswalder Bodden protestiert.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Lubmin (ddp-nrd/sm) - Während des abschließenden Konzerts auf dem Lubminer Kurplatz forderten die Teilnehmer erneut die Landesregierung zum Verzicht auf das rund zwei Milliarden Euro kostende Kraftwerksprojekt des dänischen Konzerns Don Energy auf.

Der ehemalige Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Wolfgang Methling (Linke), warb für die Volksinitiative "Kein Steinkohlekraftwerk in Lubmin", für die inzwischen mehr als 10.000 Unterschriften gesammelt worden seien. Er sei zuversichtlich, dass die erforderlichen 15.000 Stimmen in wenigen Tagen zusammenkämen und sich der Landtag anschließend mit dem Anliegen beschäftigen werde, sagte der Fraktionschef der Linken. Die Politik dürfe den zunehmenden Widerstand der Menschen in der Region nicht länger ignorieren.

Nach Angaben der Veranstalter nahm auch der Träger des Alternativen Nobelpreises, Michael Succow, an dem Ostermarsch teil. Kritiker befürchten, dass das bis 2012 zu errichtende 1600-Megawatt-Kraftwerk nachhaltige ökologische Schäden in der Tourismusregion anrichten wird.