Energiearmut

200.000 Haushalten wurde der Strom abgestellt

Viele Hartz-IV-Empfänger können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen. Deshalb haben die Energieversorger im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Paritätischen Gesamtverbands rund 200.000 Langzeitarbeitslosen den Strom gesperrt. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" in seiner Ausgabe vom Dienstag.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Mainz (dapd/red) - Der Verbandsgeschäftsführer Ulrich Schneider sagte dem Magazin: "Wir haben mittlerweile eine Unterdeckung, die kann im Jahr bei einem Vier-Personen-Haushalt bis zu 150 Euro betragen. Das Geld haben die Menschen nicht."

Hohe Strompreise fordern ihren Tribut

Das Bundessozialministerium dagegen sagte dem Magazin, die Strompreiserhöhungen seien bei der Berechnung des aktuellen Regelsatzes pauschaliert berücksichtigt.

Energiearmut wird mehr und mehr zum Problem

Im vergangenen Sommer hatte das Verbraucherportal Verivox berichtet, dass bedürftige Haushalte oft sehr hohe Strompreise bezahlen müssen, für welche die staatlichen Zuwendungen nicht reichen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass vielen Bedürftigen aufgrund ihrer eingeschränkten Bonität der Anbieterwechsel erschwert wird.