Verschiffung nach Amerika

186-Tonnen-Koloss von Siemens geht per Bahn auf die Reise

Ein acht Meter langes Generatorteil des Kraftwerksherstellers Siemens wurde heute in Erfurt auf einen knapp 38 Meter langen mit 16 Achsen bestückten Spezialwaggon der Bahn verladen. Es wird nun nach Bremerhaven transportiert und von dort zur Komplettierung ins amerikanische Schwesterwerk verschifft.

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Erfurt/Bremerhaven (ddp-nrd/sm) - Ein 186 Tonnen schweres Generatorteil ist am Montag im Erfurter Siemenswerk verladen worden. Es wird per Bahn nach Bremerhaven transportiert und dort zur Komplettierung im Schwesterwerk Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) verschifft, wie der für Transport zuständige Siemenssprecher Sven Werner am Montag sagte. Bestimmt ist der komplette Generator für das Kraftwerk Lubmin.

Werner sagte, das Siemens-Generatorenwerk in Erfurt vertraue jeden zweiten Schwertransport der Bahn an. Auf diese Weise könnten Lasten bis zu 200 Tonnen zu den Nordseehäfen Hamburg, Bremen und Bremerhaven sowie zum Siemens-Netzwerkpartner nach Mühlheim gebracht werden.

Wie der Gruppenleiter Schiene der für Schwertransporte zuständigen Bahn-Tochter Heavy Cargo + Service (HCS), Jürgen Weissenseel, sagte, wurde das acht Meter lange Generatorteil auf einen knapp 38 Meter langen mit 16 Achsen bestückten Spezialwaggon verladen. Es sei der elfte derartige Transport, den HCS in diesem Jahr für Siemens abwickle. Über die 16 Achsen belaste das Gesamtgewicht des beladenen Tiefladewagens den Gleiskörper nur mit 18 Tonnen je Achse. Das Unternehmen verfüge über knapp 100 Spezialwagen von 2 bis 32 Achsen und sei in der Lage, Ladungen mit bis zu 450 Tonnen Eigengewicht zu transportieren.