18 neue Spezialisten in Sachen Sonne

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Achtzehn bisher arbeitslose Fachkräfte haben die zweite NRW-Weiterbildungsmaßnahme zum EU-weit anerkannten "Solarteur" bestanden. Sie erhielten ihre Urkunden im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Die von der Landesinitiative Zukunftsenergien NRW zum Leitprojekt ernannte Maßnahme bildete Facharbeiter und Meister aus den Bereichen Bau, Elektro, Metall und Sanitär zu Spezialisten im Solarbereich aus. Ein Jahr lang wurden Fachkenntnisse in Sachen Energiesparen, Installierung und Wartung von regenerativen Energieanlagen sowie EDV und Betriebswirtschaft vermittelt. Damit sollen die neuen Experten in Sachen Sonne kleine und mittlere Unternehmen beim Aufbau und der Betreuung von Solar- und Windenergieanlagen unterstützen. Der Lehrgang wurde durchgeführt vom Institut für Umweltschutz der Handwerkskammer Münster.


Dr.-Ing. Holger Ronig, Ministerialrat im NRW-Wirtschaftsministerium, bei der Überreichung der Abschlusszeugnisse: "Solarteure werden dringend gebraucht. Für die Nachfrage sorgen die weltweit modernste Solarfabrik in Gelsenkirchen, das aktuelle "100.000" Dächer-Programm und das Erneuerbare Energien Gesetz der Bundesregierung. Darüber hinaus sind fast 50 Kommunen aus NRW interessiert am Leitprojekt "50 Solarsiedlungen in NRW" der Landesinitiative Zukunftsenergien. Davon haben 19 den Status "Solarsiedlung in Planung" erhalten. Damit ist NRW beim Bauen mit der Sonne zum Vorreiter in Deutschland geworden. Auch bei diesen Neubauten werden Fachkräfte mit solartechnischen Fertigkeiten dringend benötigt." NRW-Firmen erzielen allein mit regenerativen Energietechnologien mehr als 1,1 Milliarden DM Umsatz im Jahr. Das hat eine Untersuchung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster ergeben. An der Untersuchung haben sich 400 Firmen beteiligt, die allein 3.400 Arbeitsplätze in NRW sichern. Insgesamt sind über 1.100 Firmen in diesem Bundesland mit der Konstruktion und dem Bau regenerativer Energietechnologien beschäftigt. Darüber hinaus hat die Landesregierung seit 1988 über 800 Millionen DM Fördermittel für etwa 40.000 Energieprojekte bereit gestellt. NRW liegt damit an der Spitze aller Bundesländer. Diese Förderung zog weitere Investitionen von rund 4 Milliarden DM nach sich.