Energie sparen

16 Bewerbungen für Modelprojekt Niedrigenergiestadt

16 Kommunen haben sich als Standort für das Modellprojekt zur Entwicklung einer Niedrigenergiestadt im Ruhrgebiet beworben. Wie der Initiativkreis Ruhr in Essen mitteilte, endete am Freitagmittag die Bewerbungsphase für das Vorhaben.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (ddp-nrw/red) - "Wir sind hoch erfreut über den enormen Zuspruch, den unser Bewerbungsaufruf für die 'InnovationCity Ruhr' ausgelöst hat", sagte Projektkoordinator Alfred Oberholz vom Initiativkreis Ruhr. Zu den Bewerbern des auch vom Land unterstützten Projekts gehören: Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen/Herten, Gladbeck, Hamm, Herne/Recklinghausen, Mülheim, Oberhausen, Schwerte und Witten. Damit hätten alle großen Städte aus der Kernregion an Ruhr und Emscher ihr Interesse bekundet, hieß es.

Vorbildcharakter für andere Kommunen

Laut Wettbewerbsausschreibung mussten sich die Städte mit einem "typischen Stück Ruhrgebiet" aus ihrer Kommune bewerben, das unter anderem hinsichtlich Bevölkerungsstruktur, Bausubstanz sowie Frei- und Restflächen charakteristisch für den strukturellen Wandel der Region ist. Als Modellstadt soll die künftige "InnovationCity Ruhr" richtungsweisende Lösungen aufzeigen, die zugleich Vorbildcharakter für andere Revier-Kommunen haben: So sollen vorhandene Wohnsiedlungen in attraktive Energiespar-Wohnquartiere umgebaut werden. Ziel ist es, den Energiebedarf bis 2020 durch den Einsatz neuer Technologien um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

Bis zu 2,5 Millionen Fördermitteln und privaten Investitionen

Eine Fachjury will bis Mitte Juni die fünf Finalisten nominieren. Im Herbst 2010 soll dann feststehen, welche Kommune den Zuschlag erhält. Der Gewinner kann bis zum Jahr 2020 mit Fördermitteln und privaten Investitionen von bis zu 2,5 Milliarden Euro rechnen.

Der Initiativkreis Ruhr ist ein Zusammenschluss von mehr als 60 führenden Wirtschaftsunternehmen. Er hat sich das Ziel gesetzt, das Ruhrgebiet mit zukunftsfähigen Strategien und praxisnahen Konzepten zu einer vitalen und lebenswerten Region weiterzuentwickeln.