Alternative Fahrzeugantriebe

150 Millionen Euro für Entwicklung von Elektroautos

Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums sollen in den kommenden Jahren 150 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II für die Erforschung und Entwicklung von Elektro- und anderen alternativen Fahrzeugantrieben ausgegeben werden. Allerdings handele es sich dabei bisher nur um "Vorüberlegungen"

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Halle/Berlin (ddp/red) - Beim Forschungsprojekt "Elektromobilität" gehe es sowohl um batteriebetriebene Elektrofahrzeuge als auch um Hybridautos sowie Wasserstoff- und Brennstoffzellenantriebe, sagte die Referatsleiterin im Ministerium, Martina Hinricher, nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" auf einem Kongress von Umwelt- und Verkehrsverbänden in Dresden.

Ministeriumssprecherin Alexandra Dittmann verwies indes am Samstag darauf, dass es sich bei den Plänen momentan lediglich um "Vorüberlegungen" handele. Der Haushaltsausschuss des Bundestages werde sich auf seiner Sitzung am kommenden Donnerstag mit dem Thema befassen, fügte sie unter Verweis auf den Parlamentsvorbehalt hinzu.

Hinricher hatte auf dem Kongress laut Zeitungsbericht auch davon gesprochen, dass die Fahrzeuge in ausgewählten Regionen getestet werden sollten. Denkbar seien beispielsweise Elektro-Pkw und -Motorräder, Diesel-Hybrid-Lastwagen oder Stadtbusse mit Batteriespeicher. In den Pilotregionen werde auch an den Aufbau öffentlicher Ladestationen gedacht. Im Jahr 2020 sollten eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein, zehn Jahre später bereits fünf Millionen. Angestrebt werde auch, den öffentlichen Nahverkehr in Städten im Jahr 2030 praktisch emissionsfrei zu betreiben. Dies alles solle dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Europäischen Union zu erreichen.