Die Stromkosten für deutsche Verbraucher sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Doch Verbraucher können ihre Stromrechnung einfach senken, indem sie Ihren Stromanbieter wechseln. Vor allem Kunden, die noch im teuren Grundversorgungstarif stecken, können mit einem Wechsel ihres Stromversorgers bis zu mehreren hundert Euro im Jahr an Stromkosten sparen. Wer einen neuen Stromtarif sucht, sollte zunächst einmal wissen, wie sich die Stromrechnung zusammensetzt.
Die Stromkosten setzen sich im Großen und Ganzen aus zwei Bestandteilen zusammen. Zunächst einmal wird ein Grundpreis - auch Grundgebühr genannt - fällig, manche Energieversorger erheben stattdessen oder zusätzlich eine Zählergebühr, die im Prinzip aber wie die Grundgebühr abgerechnet wird. Diese Grundgebühr ist unabhängig vom Stromverbrauch zu zahlen, so wie auch die Grundgebühr bei einem Handyvertrag fällig wird, wenn man garnicht telefoniert.
Hinzu kommt der Preis pro Kilowattstunde. Entweder liest der Energieversorger Stand am Stromzähler ab, um die Stromkosten zu ermitteln, oder der Kunde übermittelt den Zählerstand selbst. Damit wird errechnet, wie viele Kilowattstunden der Stromkunde in der Abrechnungsperiode verbraucht hat, dies wird mit dem Preis pro Kilowattstunde multipliziert. Wie hoch dieser Preis ist, hängt vom jeweiligen Stromtarif ab - dies finden Sie am besten mit unserem Stromtarifrechner heraus.
(Foto / Abb.: Andreas F. / Fotolia.com)
Einige Stromversorger bieten neben dem herkömmlichen Tarife mit Grundgebühr und Kilowattstundenpreisen auch Strompakete an. Dabei zahlt der Kunde beispielsweise für 4000 Kilowattstunden einen Festpreis, bei dem der Preis pro Kilowattstunde vergleichsweise günstig ist. Verbraucht er jedoch mehr Strom als das Paket beinhaltet, zahlt er für jede Kilowattstunde, die über die 4000 kWh hinausgeht, weitere Stromkosten, wobei der Preis für die mehr verbrauchten Kilowattstunden vergleichsweise hoch ist. Verbraucht er aber nur 3500 kWh, verfallen die 500 nicht-verbrauchten Kilowattstunden.
Wer also seinen Stromverbrauch gut einschätzen kann und ein entsprechendes Paket bucht, kann seine Stromkosten niedrig halten. Wer aber mehr oder weniger verbraucht, zahlt oft mehr als bei anderen Tarifen.
Anbieterwechsel beim Umzug
Wer einen Umzug vor sich hat, sollte sich rechtzeitig um einen möglichen Stromanbieterwechsel kümmern. Ansonsten wird man zunächst einmal in den Standardtarif des örtlichen Versorgers gestuft, der in der Regel teuer ist.
Alte und neue Stromzähler
Er dreht sich und dreht sich: Der Stromzähler misst, wie viel Energie wir verbrauchen. Mit neuen Geräten, so genannten intelligenten Stromzählern, können Sie ihren Verbrauch sowie ihre Stromkosten besser im Blick behalten.
Stromwechsel - so geht's!
Wer seinen Stromtarif noch nie gewechselt hat, steckt oft noch in der teuren Grundversorgung. Hier ist das Einsparpotenzial der Stromkosten besonders hoch. Unser Ratgeber informiert über den Stromwechsel.