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Probleme beim Wechsel des Stromanbieters

Viele Verbraucher scheuen den Stromanbieterwechsel, weil Sie einen Haufen Ärger und Probleme befürchten. Dabei läuft der Wechsel reibungsloser, als man denken mag. Lassen Sie sich nicht von möglichen Problemen beeindrucken, die meisten Wechsel gehen zudem völlig problemlos vonstatten.

Ein häufigi befürchtetes Problem beim Stromanbieterwechsel ist, dass man in der Übergangszeit keinen Strom bekommt und im Dunkeln sitzt. Doch keine Sorge: Das kann nicht passieren! Der Grundversorger (meist die örtlichen Stadtwerke) sind gesetzlich verpflichtet, sie mit Strom zu beliefern. Sollte es also wirklich einmal zu Lieferverzögerungen des neuen Versorgers kommen, so werden Sie immer vom Grundversorger mit Strom beliefert. Dafür zahlen Sie dann den allgemeinen Strompreis des Grundversorgungstarifes.

Problem: Der neue Stromversorger kann nicht liefern

Wenn Ihr neuer Stromanbieter - aus welchen Gründen auch immer - nicht liefern kann oder gar Insolvenz anmeldet, dann müssen Sie nicht fürchten, im Dunkeln zu sitzen. Wie bereits erwähnt ist der regionale Versorger vor Ort verpflichtet, Ihnen Elektrizität zu liefern. Sie werden dann in den Grundversorgungstarif eingestuft. In diesem Tarif hat man immer eine kurze Kündigungsfrist, sodass Sie sich schnell wieder nach einem günstigeren Tarif umsehen können.

Der alte Stromanbieter akzeptiert die Kündigung nicht

Oft ist es ein Problem, dass Sie den aktuellen Stromvertrag nicht wie gewünscht kündigen können. Hier kommt es darauf an, was für einen Stromtarif Sie haben. Wechseln Sie aus einem Sondertarif oder haben Sie bereits einmal gewechselt, müssen Sie darauf achten, die Mindestvertragslaufzeit und die Kündigungsfristen einzuhalten. Lesen Sie Ihren Vertrag noch einmal gründlich durch. Ein weiterer Grund kann ein Kommunikationsfehler sein. In der Regel kündigt der neue Stromanbieter beim alten Versorger. Tun Sie dies zusätzlich, etwa weil aufgrund einer Preiserhöhung die Kündigungsfrist sehr kurz ist, sollten Sie dies daher unbedingt dem neuen Lieferanten mitteilen, damit es nicht zu Komplikationen kommt.

Stromzähler Der Zähler und die Infrastruktur zur Stromversorgung werden vom Netzbetreiber gestellt. (Foto / Abb.: Zar - Fotolia.com)

Wer stellt die Stromrechnung?

Sobald der Stromwechsel vollzogen ist, erhalten Sie Ihre Stromrechnung vom neuen Anbieter. Eine letzte Rechnung werden Sie aber dennoch vom vorigen Versorger erhalten, denn mit dem Zählerstand, der zum Wechselzeitpunkt gilt, wird eine Schlussabrechnung erstellt. Es kann sein, dass Sie auch weiterhin vom neuen Stromanbieter und vom Regionalversorger zum Ablesen des Zählerstandes aufgefordert werden. Die Rechnung stellt aber nur der neue Stromanbieter.

Stromausfall nach dem Stromanbieterwechsel?

Wenn es einmal zu einem Stromausfall kommt, liegt das nicht am Stromanbieterwechsel. In einem solchen Fall ist der Netzbetreiber zuständig, den Fehler zu beheben. Meist sind Trafofehler oder Probleme in den Umspannwerken Gründe für einen Stromausfall. Das heißt, dass Ihr Nachbar, der vielleicht noch nie seinen Stromanbieter gewechselt hat und vom regionalen Stadtwerk den Strom bekommt, genau wie Sie von diesem Stromausfall betroffen ist. Sie werden – genau wie er – wieder Licht haben, wenn der Fehler behoben ist. Es ist also nichts anderes als bisher – und wird deshalb auch nicht häufiger als bisher vorkommen.

Ratgeber-Special: Wie Sie den Stromanbieter wechseln und was Sie beachten müssen.
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