Wie in jeder Branche, in der der ursprüngliche Anbieter (plötzlich) Konkurrenz bekommt, kann es auch beim Wechsel des Stromanbieters zu Problemen kommen. Egal welche - lassen Sie sich nicht davon beeindrucken.
Wenn Ihr neuer Stromanbieter - aus welchen Gründen auch immer - nicht liefern kann oder gar Insolvenz anmeldet, dann müssen Sie nicht fürchten, im Dunkeln zu sitzen. Der regionale Versorger vor Ort ist verpflichtet, Ihnen Elektrizität zu liefern - natürlich zu den eigenen Konditionen und Vertragslaufzeiten.
Sobald der Stromwechsel vollzogen ist, erhalten Sie Ihre Stromrechnung vom neuen Anbieter.
Seit der Liberalisierung des Strommarktes im April 1998 kann sich jeder seinen Stromanbieter selbst aussuchen. Ihr Regionalversorger ist also verpflichtet, Sie "ziehen" zu lassen.
Zählerausbau: Nicht von Drohungen beeinflussen lassen
Etwaige Drohungen sind überwiegend als Einschüchterung gedacht, um Ihnen den Wechsel zu erschweren. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken und setzen Sie Ihren neuen Stromanbieter von allen Aktionen in Kenntnis.
Ihr alter Stromanbieter darf die Durchleitung nicht verhindern, das steht anz klar fest. Denn Ihr Regionalversorger ist durch die Verbändevereinbarung dazu verpflichtet, den Strom durchzuleiten. Allerdings steht nicht verbindlich fest, zu welchen Bedingungen dies geschehen muss. Aus diesem Grund können sich die Verhandlungen über die Durchleitungsbedingungen hinziehen. Durchgeleitet werden muss der Strom aber in jedem Fall.
Wenn es nach dem Stromanbieterwechsel zu einem Stromausfall kommt, ist der neue Stromanbieter zuständig. Allerdings sind meistens Trafofehler oder Probleme in den Umspannwerken Gründe für einen Stromausfall. Das heißt dass Ihr Nachbar, der vielleicht noch vom regionalen Stadtwerk den Strom bekommt, genau wie Sie von diesem Stromausfall betroffen ist. Sie werden – genau wie er – wieder Licht haben, wenn der Fehler behoben ist. Es ist also nichts anderes als bisher – und wird deshalb auch nicht häufiger (oder genauso selten) wie bisher vorkommen.
Um sicher zu gehen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr neuer Anbieter gut erreichbar ist.