Strom kündigen: Auf die Kündigungsfrist achten

Wenn Sie Ihren Stromvertrag kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln wollen, müssen Sie insbesondere auf die Kündigungsfrist achten. Haben Sie einen Vertrag mit Mindestlaufzeit abgeschlossen, können Sie erst zum Ablauf dieses Zeitraums kündigen.

Innerhalb der Mindestvertragslaufzeit ist eine Kündigung nur in Ausnahmefällen zulässig. Meist verlängert sich der Vertrag auch automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Ihren Strom kündigen sollten Sie schriftlich und per Einschreiben.

Strom selbst kündigen muss man nur in Ausnahmefällen

Wechselt man den Stromanbieter, muss man in der Regel nicht selbst den Strom kündigen. Dies erledigt der neue Lieferant für seinen Kunden. Trotzdem muss man sich an die vorgeschriebenen Fristen halten. Deshalb ist es auch besser, bei sehr kurzen Kündigungsfristen oder bei einer drohenden Verlängerung über einen großen Zeitraum selbst zu kündigen. Es empfiehlt sich, im Falle eines Anbieterwechsels diesen ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass man selbst seinen Strom kündigen will.

Strom kündigen: Wann hat man ein Sonderkündigungsrecht?

Will man kündigen, obwohl die Mindestvertragslaufzeit noch nicht abgelaufen ist, kann man das nur in wenigen Fällen. Ein Sonderkündigungsrecht hat der Stromkunde, wenn der Anbieter die Preise erhöht. Eine Strompreiserhöhung muss vorher angekündigt werden, allerdings hat der Kunde oft nicht lange Zeit, dieses Recht auszuüben. Zum Teil betragen solche Fristen nur zwei Wochen. In diesen Fällen ist es sicherer, den alten Stromvertrag selbst zu kündigen, denn bei einem Anbieterwechsel können einige Tage vergehen, bis der neue Anbieter den alten Strom kündigt..

Strom kündigen bei Wärmepumpe und Nachtstrom

Wer eine Nachtspeicherheizung besitzt oder geförderten Wärmepumpenstrom bezieht, hat bei bei der Kündigung seines Stromvertrages schlechtere Karten. Er muss sich nämlich nach einem Anbieter umsehen, bei dem er die günstigeren Tarife beziehen kann, und von denen gibt es nicht viele. Glücklicherweise nimmt die Zahl aber immer mehr zu. Während früher häufig nur der Grundversorger spezielle Tarife für die Nachtspeicherheizung und die Wärmepumpe angeboten hat, sind es auch immer mehr alternative Anbieter, die derartige Tarife führen. Hat man zwei Zähler (einen für die Heizung und einen für den Haushaltsstrom), kann man auch nur den regulären Strom kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln. Hier muss man sich im konkreten Fall nach den Bedingungen des Versorgers erkundigen. Vielleicht lohnt es sich aber auch, den ganzen Strom zu einem günstigeren Tarif von anderer Stelle zu beziehen.

Wissenswertes zur Kündigung des Stromanbieters
  • Stromrechnung

    Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhungen

    Bei Stromverträgen gilt das Sonderkündigungsrecht, sobald der jeweilige Anbieter die Preise erhöht. In der Regel muss der Stromkunden dann aber schnell tätig werden, um die Fristen für die Kündigung beim alten Anbieter einhalten zu können.

  • Vertrag unterschreiben

    Stromanbieter kündigen: Infos zur Kündigung und Vorlage

    Bei einem Stromanbieterwechsel muss man den alten Stromvertrag meist nicht selbst kündigen. Wann man die Kündigung doch besser selbst in die Hand nehmen sollte und was es beim kündigen des Stromanbieters zu beachten gibt, lesen Sie hier.

  • Kündigungsfrist

    Welche Kündigungsfrist gilt für Strom?

    Welche Kündigungsfrist für Strom gilt, ist unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Ist man in der Grundversorgung oder in einem Sondervertrag? In beiden Fällen muss zunächst zwischen Kündigungsfrist und Vertragslaufzeit unterschieden werden.