Für Studenten

Stromtarife für Studenten: Wo findet man die besten Angebote?

Knappe Haushaltskasse? Gerade für Studenten lohnt es sich, Stromtarife zu vergleichen und zu einem günstigen Stromanbieter zu wechseln. Worauf Studenten beim Preisvergleich achten sollten, lesen Sie hier.

TabletStromtarife für Studenten sind bei den Stromanbietern leider noch nicht im Angebot.© Rido / Fotolia.com

Wer mit dem Studium beginnt, zieht oft auch aus dem Hotel Mama aus. Doch ob eigene Wohnung, Studentenwohnheim oder WG - das Budget für die Haushaltsplanung ist in den meisten Fällen nicht üppig bemessen. Wer nicht nur jobben, sondern auch wirklich studieren will, muss also sparen. Doch gerade die Stromkosten schlagen inzwischen recht heftig zu Buche. Wie kann man aber ohne größere Einschränkungen am Strom sparen? Gibt es eigentlich Stromtarife für Studenten und worauf muss man bei der Auswahl des Stromanbieters achten?

Studentenstrom: Noch eher selten in Deutschland

Zunächst die schlechte Nachricht: So etwas wie "Studentenstrom", also gesonderte Studententarife, sind noch sehr rar am Markt. Einer der wenigen Anbieter ist die Nord Stadtwerke GmbH, die Studierenden im Norden Deutschlands spezielle Tarife anbieten. Ganz allmählich kommen auch weitere Stromanbieter hinzu. Beispiele sind die M4Energy eG oder die Süwag Vertrieb AG Co.KG. So oder so bleibt aber zu empfehlen, den gesamten Pool der Stromtarife miteinander zu vergleichen. Denn auch hier kann im Vergleich zum gesonderten Studententarif durchaus ein günstigeres Modell dabei sein. Die gute Nachricht ist, dass man als Mieter völlig unabhängig vom Vermieter den Anbieter wechseln kann.

Stromrechner gekonnt nutzen

Bei jeglichen Stromtarifen gibt es erhebliche Unterschiede, was Preis und Vertragsbedingungen angeht. Mit unserem Stromrechner kann ganz gezielt nach bestimmten Vertragsbedingungen gesucht werden. Nach der Eingabe der Postleitzahl und des etwaigen Stromverbrauchs können verschiedene Filter eingesetzt werden. Unter den "Weiteren Einstellungen" kann sowohl eine Mindestpreisgarantie als auch eine maximale Kündigungsfrist festgelegt werden. Aber auf welche vertraglichen Stellschrauben sollten Studenten beim Stromanbieterwechsel besonders achten?

Jetzt einen günstigen Stromtarif finden

Stromtarife für Studenten: Kurze Kündigungsfristen und lange Preisgarantien

Lange Kündigungsfristen sollte man genau wie lange Vertragslaufzeiten vermeiden, so dass man schnell auf Preisveränderungen am Markt reagieren kann. Außerdem bleibt man so flexibel: Möglicherweise gibt es beispielsweise plötzlich eine bessere Unterkunft, ein günstigeres Wohnheim oder eine interessantere Wohngemeinschaft. Gut ist hingegen eine möglichst lange Preisgarantie beim gewählten Tarif, so ist man erst einmal vor Preiserhöhungen geschützt.

Viele Stromanbieter locken mit einem Wechselbonus. Natürlich kann es sein, dass der jeweilige Tarif nur deshalb besonders günstig ist. Davon sollte man sich aber nicht beirren lassen: Ist nämlich die Vertragslaufzeit kurz und eine Preisgarantie gegeben, dann kann man anschließend erneut die Strompreise vergleichen und in den nächsten günstigen Tarif wechseln.

Welche Tarife sollten Studenten eher meiden?

Nicht empfehlenswert für Studenten sind Stromtarife mit Vorleistungen, z.B. Kaution oder Vorauskasse. Diese Tarife bergen ein gewisses Risiko. Trifft nämlich der schlimmste Fall ein, dass der Stromanbieter Pleite geht, erhält man die Vorauszahlung gegebenenfalls nicht zurück. Das gleiche gilt für Tarife mit einem Sonderabschlag. Bei so einem Tarif wird vor dem Anbieter-Wechsel ein Betrag von bis zu 200 Euro fällig, der dann entweder mit den ersten Raten verrechnet oder nach Vertragsende zurückerstattet wird. Ebenfalls weniger geeignet sind sogenannte Pakettarife. Bei diesen Tarifmodellen wird eine festgelegte Strommenge (Anzahl an kWh) bezahlt. Verbraucht man mehr, wird es unter Umständen teuer und ein etwaiges "Strom-Restguthaben" verfällt.

Wohnsituation: Was gilt im Wohnheim und welche Verträge gibt es für Wohngemeinschaften?

In Studentenwohnheimen hat man oft nicht die Möglichkeit, den Stromanbieter selbst auszuwählen oder zu wechseln. Dennoch profitiert man gewissermaßen von einem "Studentenrabatt", den das jeweilige Wohnheim aufgrund des höheren Energieverbrauchs des Gesamtgebäudes mit einem Versorger ausgehandelt hat. Wer neu in eine WG einzieht, sollte sich den bestehenden Stromvertrag mal anschauen. Läuft der Stromvertrag über einen Hauptmieter in der WG? Wurde überhaupt jemals der Stromanbieter gewechselt? Wenn nicht, läuft der Vertrag über den örtlichen Grundversorger (Grundversorger sind häufig die örtlichen Stadtwerke). Die sind nämlich häufig teurer. Der Wechsel ist dann aber besonders einfach, weil in der Regel binnen zwei Wochen gekündigt werden kann.

Stromtarife für Studenten: Für Ökostrom muss es nicht teurer werden

Interessant beim Thema Studententarife sind auch die Anbieter von Ökostrom. Davon gibt es mittlerweile sehr viele am Markt. Hier sollte man darauf achten, dass der Anbieter ein gültiges Ökostrom-Siegel aufweisen kann. Wer Umwelt und Klima tatsächlich schützen möchte, der wird sich auch nicht unbedingt für einen Konzern entscheiden, der Strom aus erneuerbaren Energien anbietet, gleichzeitig aber den größten Teil seines Stroms in Kohlekraftwerken produziert.

Ökostrom ist im Übrigen nicht zwingend teurer als herkömmliche Stromtarife. Zum Teil sind die Stromkosten sogar niedriger als bei einem Grundversorgungstarif. Unser Stromrechner filtert mit der richtigen Einstellung auch ausschließlich nach Ökostrom-Tarifen.

Mit der richtigen Wohnung und Einzelmaßnahmen sparen

Und sonst heißt die Devise wie auch in allen anderen Bereichen sparen, sparen, sparen. In unserem Ratgeber zeigen wir, wie man von vornherein eine Wohnung aussuchen kann, die einen eher niedrigen Verbrauch hat. Auf unseren Seiten gibt es zudem immer wieder Tipps, wie man seinen Energieverbrauch senken und Strom sparen kann. Egal ob während der Urlaubszeit, am PC oder einfach in der Küche: Mit einfachen Maßnahmen kann der ein oder andere Euro gespart werden. Ganz wesentlich ist in der Wohnung dabei, sämtliche Geräte, die nicht genutzt werden, auszuschalten. Tatsächlich kann es mehr als hundert Euro kosten, Fernseher, Laptop oder andere Geräte im Standby weiterlaufen zu lassen.

Strompreise

Strom sparen - eine Übersicht

Die Stromspartipps auf unserer Seite machen wenig Arbeit, zeigen aber trotzdem eine große Wirkung im Geldbeutel.

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