Spar-Tipps

Heizkosten senken: Einfach und effektiv

Der größte Energieverbraucher im Haushalt ist die Heizung. Doch auch ohne kostspielige Investitionen lassen sich die Heizkosten senken. Mit unseren Tipps zum günstigen Heizen können Sie Geld sparen, ohne große Investitionen tätigen zu müssen.

HeizkostenabrechnungWer seine Heizkosten senkt spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.© M. Schuppich / Fotolia.com

1 Grad weniger senkt Heizkosten um 6 Prozent

Drehen Sie die Heizung nicht unnötig hoch. Natürlich sollen Sie Zuhause nicht frieren, aber man muss im Winter auch nicht in T-Shirt und kurzer Hose durch die Wohnung laufen. Als Faustregel gilt: Mit einem Grad Raumtemperatur weniger kann man die Heizkosten um etwa sechs Prozent senken. Wenn Sie also die Raumtemperatur von 24 auf 20 Grad senken, senken Sie die Heizkosten um 24 Prozent! In oft benutzten Räumen wie Wohn- und Arbeitszimmer sollte eine Temperatur von etwa 20 Grad herrschen, im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad. Nachts und in wenig genutzten Räumen kann die Temperatur auf 15 bis 16 Grad abgesenkt sein. Wenn Sie einige Tage verreist sind, sollte die Heizung Zuhause herunter gedreht werden.

Richtig lüften und so die Heizkosten senken

In kalten Winternächten schützen Rollläden vor Wärmeverlusten. Auch durch undichte Fenster und Türen entweicht die Energie ungenutzt. Einfache und effektive Abhilfe gegen feuchte Zugluft bieten selbstklebende Dichtungen zum Abdichten von Fenstern und Türen, die man im Baumarkt bekommt. Doch bei besonders alten Fenstern mit nur einfacher Verglasung lohnt sich der Austausch. Trotz der Kälte draußen kann man natürlich nicht aufs Lüften verzichten. Jedoch sollten Sie die Fenster nicht den ganzen Tag auf Kippstellung lassen, dann zieht die warme Luft nur unnötig raus. Besser: Mehrmals täglich bei weit geöffneten Fenstern für maximal zehn Minuten richtig durchlüften – damit sparen Sie gegenüber dem gekippten Fenster eine Menge Heizkosten.

Höhere Heizkosten durch zugestellte Heizkörper

Steht das Sofa direkt vor den Heizkörper, entsteht Wärmestau. Halten Sie genügend Abstand zwischen Heizkörper und Möbeln und hängen Sie die Heizkörper nicht mit dicken Vorhängen zu, damit die warme Luft sich gut verteilen kann. Achten Sie auch darauf, dass Thermostate nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden. Sie erfüllen dann ihren Sinn der Temperaturregelung nicht mehr. Heizlüfter sorgen zwar schnell für Wärme, sind aber wahre Stromfresser! Besser den Raum über die normale Heizung warm halten und auf die kleine Zusatzheizung verzichten, das spart Heizkosten!

Thermostatventile instand setzen oder erneuern

Auch ein verkalkter Thermostatventilstift kann die Ursache dafür sein, wenn die Heizleistung nachlässt. Um hier Abhilfe zu schaffen, dreht man das Thermostatventil zuerst ganz auf und entfernt den Kopf dann komplett, indem man die Überwurfmutter aufdreht oder den Bajonettverschluss öffnet. Danach ist der Ventilstift sichtbar, den man durch leichtes Drehen, Drücken und Ziehen von Hand oder durch vorsichtige Drehbewegungen mit einer Zange wieder gangbar machen kann. Auch vorsichtiges Klopfen mit einem Schraubenzieher-Griff ist manchmal hilfreich. Auf keinen Fall aber den Stift ganz herausgeziehen oder mit Gewalt gangbar machen. Lassen Sie im Zweifelsfall lieber einen Fachmann ran!

Sind die Thermostatventile an den Heizkörpern älter als 15 Jahre, kann auch ein Austausch lohnen, denn moderne Thermostatköpfe sind technisch ausgereifter und reagieren sensibler, beispielsweise auf Sonneneinstrahlung und andere externe Wärmeeinflüsse.

Gute Dämmung spart Heizkosten

Laufen Heizungs- und Warmwasserrohre durch kalte Räume - zum Beispiel im Keller - verlieren sie einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der Rohre sorgt dafür, dass wie Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper erreicht. Ein Meter Dämmmaterial für die Rohre ist im Baumarkt schon für 5 bis 8 Euro erhältlich, die Kosten machen sich schnell bezahlt.

Viel Heizenergie geht auch über Außenwände oder ungenutzte Dachgeschosse verloren. Sind der Dachboden oder der Keller weder ausgebaut noch beheizt, sollten die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke auf jeden Fall gedämmt werden. Überlassen Sie diese Arbeit aber Profis oder informieren Sie sich vorher gut.

Neue Heizung: Sparen mit Heizungsmodernisierung

Ist ihr Heizkessel älter als 10 Jahre, sollten Sie sich über eine Modernisierung informieren. Dafür ist zwar eine größere Investition nötig, doch mit moderner Technik können Sie zumeist etwa 30 Prozent der Heizkosten sparen. Angesichts steigender Energiepreise macht sich die Investition somit langfristig bezahlt, da Sie bei den Kosten für Heizung so einiges sparen können. Gerade bei Altbauten lohnt sich oft eine umfassende Heizungsmodernisierung. Mit einem modernen Brennwertkessel für die Öl- oder Gasheizung nutzt man die eingesetzte Energie effizienter. In Kombination mit einer Solaranlage kann man die Brennwerttechnik besonders effizient nutzen. Im Sommer, wenn die Sonnenenergie zur Warmwasseraufbereitung ausreicht, bleibt der Brenner aus, erst im Winter wird er zugeschaltet.

Eine Alternative zu Öl und Gas sind beispielsweise auch Wärmepumpen. Wärmepumpen nutzen Erd- und Grundwasserwärme, um diese an die Heizung abzugeben. Luftwärmepumpen sind einfacher nachrüstbar, eignen sich jedoch nur für den Betrieb von Niedertemperaturheizungen, wie z.B. Fußbodenheizungen. Viele Stromversorger bieten zudem günstigen Wärmepumpenstrom an. Lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten, denn auch wenn die alte Heizung noch in Takt ist, kann sich ein Austausch lohnen.

Mit Gasanbieterwechsel Heizkosten senken

Wer mit Gas heizt, kann mit nur wenigen Minuten Aufwand seine Heizkosten senken, indem er zu einem günstigeren Gasanbieter wechselt. Wer noch nie den Gastarif gewechselt hat, steckt oft noch in der teuren Grundversorgung, gerade dann lohnt sich ein Wechsel besonders! Auch wenn einige Gasanbieter ihre Preise in den vergangenen Monaten gesenkt haben, so sind die Preissenkungen doch sehr unterschiedlich ausgefallen. Verbraucher sollten daher - vor allem vor der Heizperiode – einen Gasvergleich durchführen und sich nach einem günstigen Gastarif umschauen, einfacher lassen sich die Heizkosten nicht senken. Das gleiche gilt auch für diejenigen, die mit Strom heizen: Wer mit Hilfe einer Nachtspeicherheizung oder einer Wärmepumpe heizt, kann durch einen Wechsel des Stromtarifs mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.

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Nicht nur Elektroheizungen werden mit Heizstrom betrieben. Auch für den Betrieb von Nachtspeicheröfen und Wärmepumpen bedarf es Strom.

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Auch wer mit Öl heizt, kann seine Heizkosten durch die Wahl eines günstigen Heizöl-Lieferanten senken. Unser Heizöl-Preisvergleich hilft bei der Suche.

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