Ölheizung ist der Oberbegriff für alle Heizungsanlagen, die Wärme erzeugen, indem sie Öl verbrennen. Man unterscheidet die Ölheizung mit und die ohne Hilfsenergie.
Wird Hilfsenergie genutzt, wird das Öl zunächst vorgewärmt und dann in den Brennraum geleitet. Dadurch können höhere Leistungen erreicht werden. In einer anderen Variante der Ölheizung wird keine Fremdenergie genutzt, um das Öl auf Verbrennungstemperatur zu bringen. Beim Kessel gibt es ebenfalls unterschiedliche Varianten: Standard-, Niedertemperatur-, und Brennwertkessel.
Das Problem bei der Ölheizung ist, dass bei der Verbrennung des Öls Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird, das klimaschädlich ist. Außerdem ist Erdöl ein fossiler Brennstoff, der nicht in unendlicher Menge verfügbar ist. In Zukunft kann es zur Verknappung des Rohstoffs kommen, weswegen es sinnvoll ist, sich Gedanken um Alternativen zur Ölheizung zu machen. Es ist auch absehbar, dass fossile Brennstoffe langfristig teurer werden. Die Preise für Erdöl und damit auch für den Betrieb einer Ölheizung steigen tendenziell immer weiter. Ein Grund mehr, den Umstieg auf andere Heizungsarten in Erwägung zu ziehen.
(Foto / Abb.: emmi / Fotolia.com)
Ein Vorteil der Ölheizung ist sicher, dass sie im Vergleich zu Anlagen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, in der Anschaffung günstiger ist. Außerdem ist die Ölheizung vergleichsweise effizient. Gerade die moderne Brennwerttechnik lässt sich gut mit regenerativen Energien wie der Solarenergie kombinieren: Scheint die Sonne stark genug, so dass die Solaranlage alleine für Heizung und Warmwasser sorgen kann, schaltet sich die Ölheizung ab. Dies ist vor allem im Sommer der Fall, aber auch an sonnigen Frühlings- oder Herbsttagen. Ansonsten wird die Ölheizung je nach Bedarf zugeschaltet und ergänzt die Solaranlage soweit wie möglich. Diese Kombination aus Solaranlage und Brennwertheizung nutzt die Energie besonders effizient und ist damit älteren Anlagen vorzuziehen.
Auch wenn man (noch) nicht von der Ölheizung auf andere Formen der Wärmegewinnung umsteigen will oder kann, kann man doch das ein oder andere tun, um die Heizkosten zu senken. Zunächst kann man den Verbrauch regulieren. Wenn man richtig heizt und lüftet und zudem Warmwasser spart, verbraucht die Ölheizung weniger Brennstoff. Ganz wichtig ist auch die richtige Wärmedämmung des Hauses. Lassen Sie Ihre Ölheizung öfter von einem Fachmann durchchecken, um weiteres Sparpotenzial auszunutzen.
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